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17:04 12 November 2019
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    Julian Asanges Anhänger protestieren gegen seine Ausweisung in dei USA (Archivbild)

    Julian Assange lehnt konsularische Hilfe ab – Zeitung

    © Sputnik / Justin Griffiths-Williams
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    Julian Assange, der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, hat die britischen Behörden gebeten, Informationen zu seiner Person nicht an die australische Botschaft in London zu liefern. Darüber berichtet die Zeitung „Sydney Morning Herald“.

    Nach Angaben der Zeitung hatte das australische Konsulat seit dem 14. Juni vier Mal an Assange geschrieben und bisher keine Antwort von ihm bekommen.

    „Die Botschaft gibt ihre Versuche nicht auf, sich mit Assange in Verbindung zu setzen, um ihm konsularische Hilfe erweisen zu können (…). Keiner unserer Versuche wurde jedoch beantwortet“, sagte der Sprecher des australischen Außenministeriums, Andrew Todd.

    Der Diplomat ergänzte, dass die australischen Behörden den physischen und psychischen Zustand des WikiLeaks-Gründers nicht länger verfolgen könnten.

    Australiens Außenministerin Marise Payne sagte dazu, das Angebot konsularischer Unterstützung sei ein standardisiertes Verfahren und dürfe nicht als Versuch Australiens betrachtet werden, den Fortgang des Gerichtsprozesses zu beeinflussen.

    „Ihm wurden wie jedem anderen Australier konsularische Dienste angeboten (…). Ich glaube, man muss daran denken, dass Australien keine Einmischung in seinen eigenen Gerichtsprozess akzeptieren würde. Und wir dürfen uns auch nicht in den Gerichtsprozess eines anderen Landes einmischen“, so Payne.

    Trübe Aussichten für den Enthüller

    Assange war im Jahr 2010 in Schweden von zwei Frauen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs angezeigt worden. Er hat die Vorwürfe stets bestritten. Im Jahr 2012 flüchtete er in die Botschaft Ecuadors in London in der Befürchtung, dass Schweden ihn an die USA ausliefern könnte. Am 11. April 2019 wurde er festgenommen, nachdem Ecuador Assange das politische Asyl entzogen hatte. Ein Londoner Gericht verurteilte den 47-Jährigen wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen zu 50 Wochen Haft.

    Die US-Behörden hatten Ende Mai neue Anklagen gegen Assange wegen Verstoßes gegen das Anti-Spionage-Gesetz und der Veröffentlichung geheimer Dokumente erhoben. Im Falle seiner Auslieferung an die USA kann der WikiLeaks-Gründer zu einer hohen Haftstrafe verurteilt werden.

    ls/sb

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    Tags:
    Sydney Morning Herald, Schweden, Julian Assange, Ecuador, USA, Großbritannien