19:30 14 November 2019
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    Online-News für Briten überwiegend Anti-Brexit – Google bestreitet Absicht

    © REUTERS / Arnd Wiegmann
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    Die Content-Marketing-Plattform Searchmetrics hat festgestellt, dass linksgerichtete Nachrichten-Webseiten wie BBC und „The Guardian“ den Löwenanteil des Brexit-Nachrichtenmarktes ausmachen. Dies gibt Anlass zur Besorgnis bei konservativen Abgeordneten, deren Führer sich bemüht, Großbritannien aus der Europäischen Union herauszuholen.

    Google hat Behauptungen des britischen Gesetzgebers, wonach eine EU-freundliche Berichterstattung gefördert werden soll, widersprochen, nachdem eine Studie herausgefunden hätte, dass Outlets mit einem Restposten eher auf Seite 1 der Google-Suchergebnisse rangieren.

    „Wir konzentrieren uns in erster Linie auf die Qualität und Relevanz von Inhalten und nicht auf politische Ansichten oder Ideologien“, sagte ein Google-Sprecher in einer Erklärung.

    Das Unternehmen betont, dass die Suchalgorithmen den Inhalt danach einstufen, wie originell er ist, um „relevante und nützliche Ergebnisse“ zu liefern, und keine politische Voreingenommenheit aufweisen.

    Die Erklärung wurde als Reaktion auf die Kritik mehrerer Abgeordneter der Konservativen Partei abgegeben, die Google beschuldigten, einen politischen Standpunkt einzunehmen, obwohl sie sich auf Parameter wie Fachwissen, Autorität und Vertrauen berufen.

    Ihre Behauptungen beruhten auf einer kürzlich durchgeführten Analyse der Google-Suchergebnisse durch die SEO-Plattform Searchmetrics. Dabei stellte sich heraus, dass BBC, „The Guardian“ und „The Independent“ – die drei als Europhile geltenden Nachrichten-Websites – die Brexit-bezogenen Nachrichtensuchen dominieren.

    Der Content-Marketing-Manager der Plattform sagte: „Der Ruf des 'Guardian' bedeutet, dass die Google-Suchergebnisse mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Pro-Stay-Berichterstattung aufweisen, da Pro-Brexit-Berichte bei 'Daily Express', 'Telegraph' oder 'Sun' seltener erscheinen".

    Vorwürfe der Voreingenommenheit sind nichts Neues für Google, das während der Präsidentschaftswahlen 2016 eine Menge „Flak“ über sein Ranking der Nachrichteninhalte erhalten hat. Eine der Studien gibt zu verstehen, dass eine „dramatische“ Tendenz in den Google-Suchergebnissen in diesem Jahr möglicherweise Millionen von unentschlossenen Wählern zu Hillary Clinton gebracht hat. Eine andere hat herausgefunden, dass der Google-Algorithmus einen überwiegenden Teil seiner Top-Stories-Ergebnisse an demokratisch orientierte Unternehmen liefert.

    Googles Mantra lautet, dass die Suchalgorithmen nicht darauf programmiert sind, politische Ziele oder Ideologien voranzutreiben.

    ek/sb 

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    Tags:
    Berichterstattung, Brexit, The Guardian, BBC, Google