11:18 06 Dezember 2019
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    Deutsche Sängerin Sarah Connor singt bei der ZDF-Live Übertragung Ein Herz für Kinder – 12.05.2015

    „Ist ja wie zu DDR-Zeiten“: Sarah Connor zeigt der AfD beide Mittelfinger– Netz reagiert zwiespältig

    © AFP 2019 / CLEMENS BILAN
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    Die Sängerin Sarah Connor hat auf ihrem Konzert am Sonntag in Berlin zwei Mittelfinger gezeigt und sich damit gegen die AfD positioniert. Neben klarer Unterstützung und Verständnis reagierten viele Internetnutzer jedoch auch missbilligend darauf.

    „AfD-Idioten, mein Herz kriegt ihr nicht“, äußerte die Sängerin Sarah Connor (Lewe) am Sonntag bei ihrem Auftritt in der Berliner Mercedes-Benz-Arena.

    „(…)Die 39-Jährige (hat – Anm. d. Red.) am Wochenende in der Hauptstadt das getan, was viele ihrer Pop-Kolleginnen aus Angst vor Kritik und Konfrontation nicht wagen: sich politisch positioniert“, schrieb dazu Tag24.

    Zwei Seiten der Medaille

    Auf die Reaktion der Fans und anderen ließ sich nicht lange warten. Ihr Lied, als auch ihre Antwort an die AfD spaltete die Menschen in zwei Lager. Die einen freuten sich, dass sie ihre Position klar ausdrückte.

    „Finde ich großartig, bitte mehr Menschen mit dieser Haltung“, schrieb die Userin „Christa Rüther“ unter einem Nachrichten-Posting des RedaktionsNetzwerkes Deutschland.

    „Jedes klare Statement dieser Art von bekannten Künstlern ist zu begrüßen!“, kommentierte ein weiterer Nutzer.

    „Danke, Sarah Connor! Ich halte es für sehr wichtig, dass ansonsten eher unpolitisch erscheinende Prominente sich gegen Demokratiefeindlichkeit und Menschenhass stellen. So wie vor einigen Jahren der Schlagersänger Roland Kaiser, trotzdem er sich wohl im Klaren war, dass er dadurch einen Teil seiner Fangemeinde verlieren würde, “ schrieb der User „Andreas Bähren“.

    Andere fanden ihre Aktion jedoch überflüssig:

    „Ich glaube nicht das man Menschen überzeugen kann, daß sie falsch liegen, wenn man sie als „Idioten“ beschimpft und „Stinkefinger“ zeigt. Wenn man keine vernünftigeren Argumente hat, dann lieber gar nichts“, schrieb „Helfried Horn“.

    „Sich schnell noch ein bisschen in Szene setzen, bevor der Stern verblasst“, meint „Roland Abe“ unter einem Facebook-Post der Thüringen24.

    „Man muss keiner Partei auf dem Leim gehen. Aber wenn wir für Demokratie und für ein Freies Deutschland sind solche Aussagen Unangemessen denn da durch wird die Spaltung der Bürger Gefördert, “ kommentierte ein anderer User.

    „Ist ja wie zu DDR-Zeiten. Da mussten auch Personen aus Musik, Sport, Film und Fernehen für politische Zwecke herhalten“, schrieb die Nutzerin „Renate Weiß“.

    „Delmenhorst kann stolz sein: Die Pop- und Schlagersängerin #SarahConnor demonstriert beim Konzert in #Berlin, dass sie sich um die Welt sorgt“, schrieb der „Tagesspiegel“ in einem Tweet. 

    Daraufhin entgegnete Gunnar Lindemann, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses:
    „Abgehalterte Sängerin braucht Promotion in der Presse trifft es wohl eher“.

    ​Es war nicht das erste Mal, das ein Sänger seine politische Einstellung auf der Bühne äußert. So hatte Helene Fischer am 5. September 2018 ihre Fans bei einem Konzert aufgerufen, „gegen Gewalt, gegen Fremdenfeindlichkeit“ mitzusingen. Außerdem veröffentlichte sie auf Facebook ein Posting, in dem sie das Hashtag der Gegenbewegung zu rechter Hetze #wirsindmehr verwendete.

    dg/ae

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    Tags:
    Facebook, Soziale Netzwerke, AfD, Helene Fischer, Sarah Connor