12:54 20 November 2019
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    Berliner Polizei (Archivbild)

    70-Jähriger in Berlin-Pankow zuerst antisemitisch beleidigt und dann angegriffen

    © Sputnik / Sachari Scheurer
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    Ein 70-jähriger Mann ist in Berlin-Pankow am 29. Oktober laut der Polizei antisemitisch beleidigt worden. Als der Rentner sich gegen die Beschimpfungen verbal zur Wehr setzte, schlug der Beleidiger auf ihn ein. Der Unbekannte flüchtete, als eine Passantin zur Hilfe eilte.

    Der Vorfall habe sich ereignet, als der 70-jährige Mann in Berlin-Karow, einem Bezirk von Berlin-Pankow, auf der Busonistraße am Ballonplatz spazieren gegangen sei. Der Mann wurde laut der Polizei an Kopf und Kinn verletzt. Als er versucht habe, sich gegen die Schläge zu wehren, habe er das Gleichgewicht verloren und sei auf den Boden gefallen.

    Erst als eine Passantin herbeieilte, hörte der Angreifer auf, auf den 70-jährigen Mann einzuschlagen und flüchtete von dem Tatort. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittelt.

    Weitere antisemitische motivierte Angriffe

    In letzter Zeit ist es in Deutschland wiederholt zu antisemitisch motivierten Angriffen gekommen: In Halle an der Saale hatte am 9. Oktober ein 27-jähriger versucht, sich mit illegal beschafften Waffen Zutritt zu einer Synagoge zu verschaffen. Nachdem der Versuch misslang, erschoss er zuerst eine Passantin und später einen Mann in einem Döner-Imbiss. Der Mann gab als Grund für seine Tat rechtsextremistische und antisemitische Motive an. Die Menschen in der Synagoge feierten den größten jüdischen Feiertag Jom Kippur.

    In Berlin hatte sich ein 21-jähriger Mann am 9. September mit seinen Freunden auf Hebräisch unterhalten. Ein anderer Mann hörte die Sprache, schlug dem 21-jährigen mit der Faust ins Gesicht und floh anschließend vom Tatort. Der Attackierte erlitt eine Gesichtsverletzung.

    dg/ae

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    Tags:
    Antisemitismus, Rentner