13:15 20 November 2019
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    Künstliche Intelligenz (Symbolbild)

    Lufthansa will mit Künstlicher Intelligenz Kundenservice verbessern

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    Die Lufthansa-Gruppe setzt auf Künstliche Intelligenz, um den Service für ihre Kunden zu verbessern. So soll die Technologie für das Service Help Center genutzt werden, das die Mitarbeiter bei internen Fragen unterstützt.

    Dort könnten weltweit Mitarbeiter anrufen und Antworten etwa auf die Frage erhalten, wie ein Passagier mit drei Surfbrettern einzuchecken sei, erläuterte Mirco Bharpalania, Leiter Data Analytics bei der Lufthansa Group.

    „Wir befinden uns in der Luftfahrtbranche in einem sehr engen Wettbewerbsumfeld“, sagte Bharpalania. Das Unternehmen wolle sich mit seinem Service positiv von der Konkurrenz unterscheiden. „Es geht um Qualitätsverbesserung, darum, die richtigen Infos zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen“.

    Die Airline will dazu mit dem Technologieriesen IBM in einem gemeinsamen Entwicklungsteam an neuen Lösungen arbeiten. Zu den ersten Projekten des Lufthansa Group AI Studios gehört etwa die Nutzung von IBMs Watson-Lösungen.

    Einen Schwerpunkt setzt das Konzept, das sich die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz von „Watson“ nutzbar macht, auf weitere Nutzerszenarien, etwa im Einsatz für Kunden-Feedback im Call Center für Endkunden. Die teils unstrukturierten Daten werden dabei mit einer Kombination aus verschiedenen Cloud-Services von IBM analysiert und auch in natürlicher Sprache zur Verfügung gestellt.

    Künstliche Intelligenz soll Suizide in Gefängnissen in NRW verhindern

    Am 22. Oktober hatte der NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) in Düsseldorf bekanntgegeben, dass Nordrhein-Westfalen  ein Forschungsvorhaben zur Entwicklung einer Software starte, die bei der Früherkennung und Verhinderung von Selbstmordversuchen in Haftanstalten helfen soll. Das zu entwickelnde Computerprogramm solle bei der Video-Überwachung der Häftlinge suizidale Handlungsmuster frühzeitig erkennen und notfalls Alarm schlagen. Die künstliche Intelligenz solle die bisherigen Präventivmaßnahmen aber nicht ersetzen, sondern ergänzen.

    KI in russischer Ölindustrie

    Am 19.Oktober hatte der Pressedienst der Nationalen technologischen Initiative Russlands (staatliche Stiftung zur Förderung von Unternehmen, die im wissenschaftlich-technischen Bereich tätig sind) mitgeteilt, dass künstliche Intelligenz auf die Mitarbeiter russischer Ölunternehmen aufpassen und für ihre Sicherheit sorgen soll. Demnach soll eine Software künftig Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften registrieren. Mittels eines Bildererkennungssystems können Mitarbeiter ausfindig gemacht werden, die keinen Schutzhelm beziehungsweise Arbeitsanzug tragen oder eine gefährliche Zone betreten, und einen zuständigen Mitarbeiter darüber in Kenntnis setzen. Notfalls sollen Warnungssignale ertönen.

    sm/gs

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    Tags:
    Lufthansa, Kunden, künstliche Intelligenz