16:04 25 Januar 2020
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    Ein israelisches Militärgericht hat einen Soldaten verurteilt, der während der Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen einen Palästinenser getötet haben soll.

    Laut der israelischen Armee hatte der Soldat am 13. Juli 2018 auf einen Palästinenser geschossen, der die Zaungrenze hochgeklettert sei. Dabei habe der Soldat nicht die Genehmigung seiner Vorgesetzten gehabt, um dies zu tun.

    Keine Gefahr für den Soldaten

    Laut dem Al-Misan-Zentrum für Menschenrechte in Gaza war der Palästinenser 15 Jahre alt. Nach Angaben eines Sprechers von der islamistischen Bewegung Hamas hatte der Junge keine Waffe bei sich und stellte keine Gefahr für den Soldaten dar.

    Der Soldat wurde zu einer einmonatigen Arbeitsstrafe und einer Degradierung im militärischen Rang verurteilt.

    Die Proteste im Gazastreifen dauern seit dem 30. März 2018 an und dabei kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit der israelischen Armee. Am 2. August berichtete die Sprecherin des palästinischen Gesundheitsministeriums, Wafa Yagi, dass bei Zusammenstößen mit der israelischen Armee 37 Palästinenser verletzt worden seien.

    Laut der Menschenrechtsorganisation Betselem war dieser Vorfall die erste Verurteilung eines Soldaten nach der Tötung eines Palästinensers bei den Protesten.

    dg/gs/dpa

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    Tags:
    Gazastreifen, verurteilt, Militärgericht, Palästinenser, Israel