01:35 07 Juli 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    1717
    Abonnieren

    Unterwasserarchäologen der Universität von Malta haben Überreste des britischen U-Bootes HMS Urge entdeckt, das seit April 1942 als verschollen galt. Darüber berichtet die russische Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" (Freitag).

    Das Blatt beruft sich auf eine tags zuvor veröffentlichte Mitteilung der Königlichen Marine. Demnach hat die Suche nach dem U-Boot die letzten 20 Jahre gedauert.

    Die Mission war vom kanadischen Marine-Forscher Platon Alexiades, dem Enkel des Urge-Kapitäns Francis Dickinson und vom Professor Timmy Gambin von der Universität von Malta organisiert worden.

    Die Mühe war nicht umsonst: Das Wrack des Schiffes wurde in einer Tiefe von 130 Metern etwa zwei Seemeilen von der maltesischen Küste entdeckt. Während des Zweiten Weltkrieges war dieses Areal von den Deutschen vermint. Deshalb vermuten die Forscher, dass das U-Boot bei der Explosion einer Bodenmine untergegangen ist. Das belegen denn auch schwere Zerstörungen am Bug des Schiffes.

    Mission impossible

    Das mit Spenden der Einwohner von Bridgend gebaute U-Boot gehörte der 10. Unterwasser-Flottille, die gegen die italienische Flotte eingesetzt war. Am 27. April 1942 unternahm das U-Boot mit 32 Besatzungsmitgliedern, 11 weiteren Militärs und einem Reporter an Bord eine Fahrt nach Alexandria, kam dort aber nie an.

    ​Die Tochter des U-Boot-Kapitäns Edward Tomkinson plant auf Malta ein Denkmal für die ums Leben gekommenen Marinesoldaten. Die Stelle, wo Urge unterging, wird künftig als offizielles Kriegsgrab gelten.

    am/

    Zum Thema:

    Dänemark genehmigt Fertigstellung von Nord Stream 2 durch Verlegeschiffe mit Ankerpositionierung
    Erdöl: Für die Supermacht am Golf sieht es schlecht aus
    „Von der Leyen überschreitet rote Linie“: Einmischung der EU-Kommission in kroatischen Wahlkampf
    Tags:
    Marine, Malta, Fund, Krieg, U-Boot, Großbritannien