19:34 14 November 2019
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    Putzfrau (Symbolbild)

    225.000 Euro zu viel: Putzfrau steht wegen überhöhten Lohns vor Gericht

    © Sputnik / Sergej Mamontow
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    Nach der versehentlichen Überweisung des 660-fachen Gehalts durch ihren Arbeitgeber steht eine Putzfrau nun erneut wegen versuchter Erpressung vor Gericht, meldet dpa am Sonntag.

    Die 27-Jährige, die normalerweise pro Monat 340 Euro verdient, wollte das Geld nur unter der Bedingung zurückzahlen, einen Teil behalten zu dürfen. Dafür wurde sie im Mai wegen versuchter Erpressung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein und steht deshalb am kommenden Donnerstag vor dem Landgericht Osnabrück.

    Den überhöhten Lohn von mehr als 200.000 Euro muss die Frau zurückzahlen – in einem Verfahren vor dem Arbeitsgericht hat sie dem zugestimmt. Wie der Sprecher des Landgerichts jüngst mitteilte, soll sie zu dem Zeitpunkt allerdings schon rund 100.000 Euro beiseitegeschafft haben.

    Wie aus dem Landgericht Osnabrück verlautete, sollte die Berufungsverhandlung ursprünglich bereits im August 2019 stattfinden. Sie musste verlegt werden, da die Angeklagte sich seinerzeit im Ausland aufhielt und nicht rechtzeitig vorgeladen werden konnte. Nun wird die Berufungsverhandlung am kommenden Donnerstag stattfinden.

    Hintergrund der verschiedenen Gerichtsverfahren ist laut dpa ein Missgeschick des Arbeitgebers. Eine Mitarbeiterin des Gebäudedienstleisters soll im Juni 2018 versehentlich die Personalnummer der Angeklagten in das Feld für den auszuzahlenden Lohn eingegeben haben. So erhielt die Kleinverdienerin eine Summe von rund 225.000 Euro. Der Arbeitgeber bemerkte den Fehler schnell und forderte das Geld zurück.

    ls/dpa/sb

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    dpa, Deutschland