03:20 15 November 2019
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    Berliner U-Bahn (Archivbild)

    Tödlicher Stoß vor Berliner U-Bahn: Generalstaatsanwaltschaft meldet erneute Festnahme

    CC0 / Nathan Wright / Pixabay
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    Nach dem tödlichen Stoß eines Mannes vor eine U-Bahn in Berlin-Kreuzberg haben Ermittler erneut einen Tatverdächtigen festgenommen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft vom Sonntag erfolgte die Festnahme am Samstagabend.

    Weitere Informationen könnten zunächst nicht veröffentlicht werden, hieß es.

    Zuvor wurde ein ebenfalls als tatverdächtig Gefasster wieder auf freien Fuß gesetzt. Es gebe derzeit keinen dringenden Tatverdacht, hieß es dazu. Bei den Zeugenaussagen hätten sich Widersprüche ergeben, etwa bei den Zeitangaben. Zudem sei das Videomaterial von mäßiger Qualität. Die U-Bahn-Station Kottbusser Tor wird von Kameras überwacht. Es werde weiter intensiv ermittelt, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Samstag der dpa.

    Tödlicher Stoß vor die U-Bahn

    In der Nacht zu Mittwoch war ein 30-jähriger Iraner vor eine U-Bahn gestoßen worden. Er wurde durch die einfahrende Bahn in der unterirdischen Station der U8 so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb. Zuvor soll es auf dem Bahnsteig laut Polizei einen Streit zwischen dem Opfer und einem Begleiter sowie einer größeren Gruppe, zu der der Täter gehörte, gegeben haben.

    Auswertung von Videoaufnahmen, umfangreiche Ermittlungen und Hinweise von Zeugen hatten die Ermittler auf die Spur des mittlerweile wieder freigelassenen Verdächtigen geführt, wie es am Samstag in einer Mitteilung der Polizei hieß. Beamte der Polizei Brandenburg hatten den Mann für die Zielfahnder der Polizei Berlin am Freitagabend am Hauptbahnhof Eberswalde festgenommen. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet, hieß es.

    Geht es um Drogenkriminalität?

    Die Hintergründe der Auseinandersetzung am Bahnsteig seien nach wie vor Gegenstand der Ermittlungen. Sie könnten nach derzeitigen Erkenntnissen im Zusammenhang mit Drogenkriminalität stehen.

    Auch die Staatsanwaltschaft hatte von sich verdichtenden Hinweisen gesprochen, dass ein Drogengeschäft der Tat zugrunde gelegen haben könnte. Von Seiten der Polizei hieß es, das Opfer habe in Berlin gewohnt und sei der Behörde wegen Drogendelikten bekannt.

    In dem U-Bahnhof sind regelmäßig Dealer und Süchtige unterwegs. Das Kottbusser Tor, in Berlin auch „Kotti” genannt, zählt für die Polizei zu den sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten. Seit Jahrzehnten wird dort Rauschgift verkauft, etwa Heroin.

    ng/dpa

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    Polizei, Generalstaatsanwaltschaft, Berlin, U-Bahnstation, U-Bahn