14:01 20 November 2019
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    Stoß vor U-Bahn in Berlin: 26-Jähriger wegen Mordes aus Heimtücke in U-Haft

    CC BY-SA 3.0 / Jivee Blau
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    Nach der neuen Festnahme im Fall des tödlichen Stoßes vor einen U-Bahn-Zug in Berlin-Kreuzberg gehen die Ermittler davon aus, nun den richtigen Mann gefasst zu haben. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, verwies am Montag auf den am Sonntag erlassenen Haftbefehl gegen einen 26-Jährigen wegen Mordes aus Heimtücke.

    Hintergrund der Tat seien mutmaßlich Drogengeschäfte gewesen. Im U-Bahnhof Kottbusser Tor sind regelmäßig Dealer und Süchtige unterwegs. Die Station, in Berlin auch „Kotti” genannt, zählt für die Polizei zu den sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten. Seit Jahrzehnten wird dort Rauschgift verkauft, etwa Heroin.

    Der Tatverdächtige stammt aus Marokko, er befindet sich in U-Haft und hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er war am Samstagabend in einer Flüchtlingsunterkunft in Berlin-Wannsee festgenommen worden.

    Zunächst war am Samstag ein ebenfalls als tatverdächtig gefasster Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden - der Mann habe für die Tatzeit ein Alibi vorweisen können und gelte als entlastet, hieß es. Steltner sprach von großem Engagement der Mordkommission und insgesamt schwierigen Ermittlungen im Bereich der Drogenkriminalität - mit widersprüchlichen Zeugenaussagen. Das Opfer, der fälschlicherweise Festgenommene und der mutmaßliche Täter seien alle dieser Szene zuzurechnen. Die Aufnahmen der Überwachungskameras vom Bahnsteig seien nicht besonders ergiebig gewesen, so Steltner. Letztlich hätten Angaben von Zeugen zu dem 26-Jährigen geführt.

    Tödlicher Stoß vor U-Bahn-Zug

    In der Nacht zu Mittwoch war ein 30-jähriger Iraner vor einen U-Bahn-Zug gestoßen worden. Er wurde durch die einfahrende Bahn in der unterirdischen Station der U8 so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb. Zuvor soll es auf dem Bahnsteig laut Polizei einen Streit zwischen dem Opfer und einem Begleiter sowie einer größeren Gruppe, zu der der Täter gehörte, gegeben haben.
    Auswertung von Videoaufnahmen, umfangreiche Ermittlungen und Hinweise von Zeugen hatten die Ermittler auf die Spur des mittlerweile wieder freigelassenen Verdächtigen geführt, wie es am Samstag in einer Mitteilung der Polizei hieß. Beamte der Polizei Brandenburg hatten den Mann für die Zielfahnder der Polizei Berlin am Freitagabend am Hauptbahnhof Eberswalde festgenommen. Der Mann habe keinen Widerstand geleistet, hieß es.

    sm/gs

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    Tags:
    Mord, Ermittler, U-Bahn, Berlin