04:42 15 November 2019
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    Klimawandel lässt neue Arktis-Insel entstehen

    © Sputnik / Wera Kostamo
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    Russische Schüler wollen in der Arktis eine neue Insel entdeckt haben, die vor Kurzem noch Teil einer anderen, bereits seit einem Jahrhundert bekannten Insel war. Dann ließ die Erderwärmung allerdings die Landverbindung verschwinden.

    Die neue Insel sei 1,9 Kilometer lang, einen Kilometer breit und habe eine Fläche von rund 110 Hektar, teilte die Moskauer Luftfahrthochschule MAI am Dienstag mit. Die Entdeckung sei von Schülern aus der Teilrepublik Tschuwaschien unter Leitung eines MAI-Studenten gemacht worden.

    Die neue, noch namenslose Insel liegt demnach nördlich der russischen Schmidt-Insel (Archipel Sewernaja Semlja) und war früher deren Bestandteil. Sie kam offenbar aufgrund des Klimawandels zum Vorschein.

    Die Schüler hätten neue Satellitenaufnahmen ausgewertet und gemerkt, dass das Kap Semlanoj keine Landverbindung mehr zur Mutterinsel habe, teilte die MAI mit. Man habe bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ausführliche Fotos angefragt.

    „Die Landzunge verschwand vermutlich aufgrund der globalen Erwärmung.“ Der Klimawandel habe den Gletscher schmelzen lassen, das strömende Tauwasser habe die Landbrücke weggespült.

    „Nachdem der Hydrografische Dienst des russischen Verteidigungsministeriums die Entdeckung anerkannt haben wird, wird eine wissenschaftliche Expedition losgeschickt, um die neue Insel zu fotografieren und im Detail zu beschreiben“, hieß es.

    sp/ae

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    Tags:
    Insel, Klimawandel, Arktis, Russland