04:04 18 November 2019
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    „Einzigartige Informationen“: Forscher zu Fähigkeiten des russisch-deutschen Observatoriums SRG

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    Das russisch-deutsche Weltraumobservatorium „Spektr-RG“ (SRG, Spektrum-Röntgen-Gamma) ermöglicht es, einzigartige Informationen über den extragalaktischen Himmel zu sammeln. Alexander Sergejew, Präsident der Russischen Akademie der Wissenschaften, hat sich dazu am Freitag gegenüber der Agentur RIA Novosti geäußert.

    „Es sammelt Informationen über Röntgenquellen in der gesamten Himmelssphäre, die vollständiger und detaillierter sind als die von den amerikanischen, europäischen und chinesischen Geräten. Daher denke ich, dass unser neuester Erfolg unsere chinesischen Kollegen zusätzlich anregen wird, die Zusammenarbeit weiter auszubauen“, sagte Sergejew.

    Er erinnerte daran, dass das SRG-Observatorium im Juli 2019 vom Weltraumbahnhof Baikonur aus mit einer Proton-M-Trägerrakete gestartet war und „bereits den langjährigen Dienst am sogenannten Lagrange-Punkt (des Sonnen-Erde-Systems – Anm. d. Red.), etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, angetreten hat.

    Spektr-RG-Mission

    Das Ziel des Observatoriums „Spektr-RG“ besteht darin, im Laufe von vier Jahren eine detaillierte Karte des Universums anhand von Röntgenaufnahmen zu erstellen. Es sollen insgesamt acht Karten geschaffen werden, die dann zu einer Endfassung zusammengeführt werden. Diese soll im Jahr 2025 fertiggestellt und veröffentlicht werden.

    Der Erfolg der Mission hängt sowohl von der Empfindlichkeit der Teleskope als auch von der Fähigkeit der Raumsonde sowie der Empfangsstationen am Boden ab, vier Jahre lang ununterbrochen Beobachtungen rund um die Uhr durchzuführen.

    Das in der Forschungs- und Produktionsvereinigung „Lawotschkin“ gebaute astrophysikalische Observatorium besteht aus zwei Röntgenteleskopen: eROSITA (für niedrigere Röntgenenergien), entwickelt vom Max Planck Institut für Festkörperforschung, und ART-XC (für höhere Röntgenenergien), konzipiert im russischen Institut für Weltraumforschungen. Dieses wurde vom Gesamtrussischen Forschungsinstitut für experimentelle Physik in Sarow hergestellt.

    Röntgenteleskope eignen sich am besten für die Aufnahme von weit entfernten Objekten im Weltall, so von Ansammlungen von Galaxien, aktiven Galaxienkernen, den Resten von Supernovas und Röntgen-Doppelsternen. Denn all die genannten Objekte senden Röntgenstrahlen aus. 

    pd/sb/sna

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    Tags:
    Himmel, Rakete, Proton-M, Satelliten, Deutschland, Russland, Röntgenobservatorium, Weltraum