12:11 15 November 2019
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    Hund (Symbolbild)

    Iranischer Geistlicher nach Gassigeh-Verbot von Frauen angefahren

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    Im Iran ist ein Geistlicher von zwei jungen Frauen angefahren und dabei am Kopf verletzt worden, wie das Portal Khabar-Online am Samstag berichtete. Die beiden Täterinnen ergriffen umgehend die Flucht. Der Hintergrund: der Mann wollte ihnen verbieten, ihre Hunde in einem Park auszuführen.

    Bei dem Betroffenen handelt es sich laut dem Bericht um den Chef des islamischen Propaganda-Büros der Stadt Kabudarahang. Er soll die Frauen am Freitagabend aufgefordert haben, auf das Gassigehen mit ihren Hunden im Park zu verzichten. Die beiden reagierten empört und beleidigten den Kleriker mit Schimpfworten. Als der Mann danach die Polizei verständigte, kam es zum Ausraster. Die Frauen verfolgten den Kleriker und fuhren ihn mit ihrem Geländewagen an. Die Täterinnen und ihr Fahrzeug müssen noch identifiziert werden. Wegen schwerer Körperverletzung und Fahrerflucht droht ihnen jetzt eine Haftstrafe.

    Im Iran schaffen sich immer mehr Menschen trotz der Verbote Haustiere an. Bei den Besitzern sind Katzen sowie kleinere Hunde, die man auch in den Wohnungen halten kann, besonders beliebt. Vor allem in Großstädten gibt es immer mehr Tierhandlungen. Die Hundebesitzer verlegen das Gassigehen meistens in den Abend: die Kontrollen sind dann weniger streng.

    jeg/mt/dpa

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    Hunde, Frauen, Mann, Iran