22:23 26 Februar 2020
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    Im hessischen Offenbach sind am Dienstag drei Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; auch Daesh)* inhaftiert worden. Die Männer stehen unter Verdacht, dass sie im Rhein-Main-Gebiet einen Anschlag mit Sprengstoff oder Schusswaffen verüben wollten. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

    Wie es heißt, hat die geplante Tat einen religiösen Hintergrund. Die Beschuldigten sollen sich vorher als IS-Anhänger zu erkennen gegeben haben.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den Tatverdächtigen um einen 24-jährigen Deutschen mazedonischer Herkunft sowie einen 22- und einen 21-jährigen türkischen Staatsbürger.

    Dem 24-jährigen Hauptbeschuldigten – einem deutschen Staatsbürger mazedonischer Herkunft – werde zur Last gelegt, sich bereits Grund-Bestandteile zur Herstellung von Sprengstoff beschafft und im Internet nach Schusswaffen gesucht zu haben, heißt es.

    Die Staatsanwaltschaft durchsuchte gemeinsam mit dem hessischen Landeskriminalamt drei Wohnungen in Offenbach. Bei dem Großeinsatz seien etwa 170 Beamte des Landeskriminalamts und des Polizeipräsidiums Südhessen sowie Spezialkräfte der Polizei im Einsatz. Dabei seien zahlreiche Beweismittel, vor allem schriftliche Unterlagen und elektronische Datenträger, gefunden worden, die derzeit ausgewertet würden.

    Bei dem Hauptbeschuldigten wurden verschiedene sprengstoffrelevante Substanzen und Gerätschaften sichergestellt. Er soll in wenigen Stunden dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Frankfurt vorgeführt werden.

    2019: IS-Terrorzellen in 17 Regionen Russlands entdeckt

    Allein seit Jahresbeginn hatten Mitarbeiter des russischen Innenministeriums und des Inlandgeheimdienstes (FSB) in 17 russischen Regionen, also im südlichen, zentralen und östlichen Teil des Landes, Terrorzellen ausfindig gemacht.

    So wurden laut dem FSB im August Teilnehmer einer Terrorzelle, die sich auf eine Attacke auf eine Garnison vorbereitet haben sollen, in der russischen Region Wladimir festgenommen. Leiter der Terrorzelle war demnach ein 1999 geborener Einwohner der Region Wladimir.

    Ende Juli hatten Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB und des Innenministeriums einen Terroranschlag auf ein öffentliches Objekt in der russischen Teilrepublik Tatarstan vereitelt. Vor Ort seien zwei russische Bürger festgenommen worden, die einen Terrorakt vorbereitet haben sollen. Bei den Festgenommen wurden explosive Stoffe und Bestandteile für selbstgebastelte Sprengsätze beschlagnahmt.

    * Terrororganisation, in Russland verboten

    ns/ae/rtr/sna 

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    Tags:
    Staatsanwaltschaft, Vereitelung, Russland, Deutschland, Polizeieinsatz, Anschlag