06:32 06 Dezember 2019
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    Ein als römischer Legioner bekleideter Mann in Rom (Archivbild)

    Italien eröffnet Heime für geschiedene Männer

    © AFP 2019 / VINCENZO PINTO
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    Italien eröffnet massiv Heime für Männer, die nach der Scheidung Pleite gegangen sind. Laut italienischen Zeitungen werden solche Männer als „neue Armen“ eingestuft.

    In Italien werden in etwa 60 Prozent der Scheidungsprozesse die Ehewohnungen den Frauen zugewiesen, weil die Kinder bei ihnen bleiben. In 94 Prozent der Fälle werden die ehemaligen Familienoberhäupter verpflichtet, nicht nur den Kindern, sondern auch der ehemaligen Frau Unterhalt zu zahlen, um ihr das gewohnte Lebensniveau zu sichern.

    Demnach soll der Ex-Gatte im Durchschnitt mehr als eintausend Euro monatlich an seine ehemalige Familie zahlen. Falls es einen Immobilienkredit gibt, steigt diese Summe auf bis zu 1500 Euro. Für viele berufstätige Männer ist diese Summe zu groß, ganz zu schweigen von denjenigen, die kein stabiles Einkommen haben.

    In dieser Situation können die geschiedenen Italiener sich meist nicht einmal eine Mitwohnung leisten. Viele müssen nach einer Unterkunft bei Bekannten und Freunden suchen. Bei manchen, die gar im eigenen Wagen übernachten müssen, ist die Lage äußerst absurd. Und die Zahl jener Männer, für die die Trennung zu einer Tragödie wird, steigt von Jahr zu Jahr.

    Laut dem Verband geschiedener Männer ist das Problem in den vergangenen Jahren akut geworden.

    Die Heime, die christliche Organisationen und Freiwillige für solche Männer eröffnen, bieten ihnen nicht nur eine Unterkunft, sondern auch die Möglichkeit, sich mit ihren Kindern zu treffen und kostenlos von einem qualifizierten Psychologen beraten zu werden, wie sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen können.

    Betont wurde aber, dass die Männer maximal ein Jahr in solchen Heimen bleiben dürfen. Innerhalb dieses Zeitraums sollen sie einen Job und eine Unterkunft finden.

    om/ae

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    Tags:
    Finanzen, Geld, Hilfe, Pleite, Scheidung, Männer, Italien