02:49 07 Juli 2020
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    Die Nato plant laut Generalsekretär Jens Stoltenberg, ihre mit Radarsystemen zur Früherkennung und Vorwarnung ausgestatteten AWACS-Flugzeuge innerhalb von 15 Jahren mit Maschinen zu ersetzen, die über modernste Technologien inklusive Künstlicher Intelligenz verfügen sollen.

    „Die Nato-Flotte von AWACS-Flugzeugen waren unsere Augen im Himmel und unterstützt seit Jahrzehnten unsere Luftlandoperationen, vom Patrouillieren im amerikanischen Himmel nach dem 11. September bis hin zu unseren Einsätzen in Afghanistan und als Teil der internationalen Koalition gegen den IS*“, sagte Stoltenberg in seiner Rede bei dem Nato Industry Forum am Donnerstag. Die Rede veröffentlichte der Pressedienst des Bündnisses.

    Nun plane die Allianz, 2035 die AWACS-Flotte zu ersetzen, so Stoltenberg weiter.

    „Dazu gehören viele jener Technologien, über die wir heute sprechen, wie autonome Systeme, künstliche Intelligenz und Big Data“, äußerte er.

    Gemeinsame Investitionen

    Stoltenberg erwähnte außerdem die gemeinsame Anschaffung von fünf Aufklärungsdrohnen RQ-4 Global Hawk durch 15 Nato-Mitglieder. Zudem hätten zwölf Nato-Länder ihre Ressourcen gebündelt, um den Zugang zu Militärtransportflugzeugen C-17 zu teilen. Keines dieser Länder konnte sich das alleine leisten, betonte er.

    Erneut Gefährdung aus Russland?

    Ende Oktober hatte die Online-Zeitschrift „Military Watch Magazine“ auf das neue russische Frühwarnflugzeug A-100 „Premier“ verwiesen, das Anfang der 2020er Jahre in den Dienst gestellt werden soll. Die russischen Maschinen könnten es mit dem US-AWACS-Aufklärern Boeing E-3 Sentry aufnehmen, was die Vereinigten Staaten dazu anregen könnte, die Entwicklung von Flugzeugen mit Radarsystemen neuer Generation zu beschleunigen, hieß es.

    Das Nato-Programm zur Luftraumaufklärung und -überwachung unter Verwendung von AWACS-Radarsystemen gibt es seit 1982.

    * Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten.

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    Tags:
    Radarflugzeug A-100, Berijew A-100, künstliche Intelligenz, Radarsystem AWACS, AWACS-Flugzeug, Jens Stoltenberg, NATO