06:04 27 Oktober 2020
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    Im finnischen Dorf Lappila ist lokalen Medienberichten zufolge über dem Eingang einer Kneipe ein Schild mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ gesichtet worden. Die Auschwitz-Gedenkstätte reagierte mit scharfer Kritik.

    Finnische Medien berichten, dass Juha Koskinen, der Besitzer der Kneipe namens Tankki Baari, vor einem Monat das Schild mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ über dem Eingang aufgehängt habe.

    Ein Scherz?

    Laut seinen Aussagen handelt es sich nur um einen Scherz. Er sei weder ein alter Nazi, noch ein Neonazi. Gegenüber Medien sagte er, dass er nicht beabsichtige, das Schild zu entfernen. Falls ein Kunde, der die Bar „einmal oder zweimal pro Jahr“ besuche, deswegen traurig werde, könne er „sonst irgendwo ein Bier“ trinken.

    Auschwitz Memorial reagiert

    „Arbeit macht frei“ sei ein falscher und zynischer Ausdruck gewesen, mit dem die SS Häftlinge im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz getäuscht habe, twitterte die Gedenkstätte.

    „Diese Worte sind zu einem der Zeichen menschlichen Hasses geworden. Es ist schmerzhaft, das Symbol auf diese Weise missbraucht zu sehen.“

    In den Jahren 1940 bis 1945 waren im Konzentrationslager Auschwitz mindestens 1,1 Millionen Menschen gestorben.

    ak/ae

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    Tags:
    Dorf, Bier, Besitzer, Kritik, Auschwitz, Schild, Bar, Finnland