08:44 10 Dezember 2019
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    Auf Teherans Bitte: Irak schließt südliche Grenze zum Iran – Berichte

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    Der Irak hat am Samstag seinen südlichen Grenzübergang Shalamcheh zum Iran für Reisende aus beiden Ländern geschlossen. Dies meldet Reuters unter Verweis auf eine irakische Sicherheitsquelle und einen iranischen Diplomaten.

    Nach Worten der Sicherheitsquelle habe Teheran die Schließung wegen anhaltender öffentlicher Proteste sowohl im Iran als auch im Irak gefordert. Die Grenze würde bis auf weiteres geschlossen bleiben, jedoch weder Warenaustausch noch Handel beeinträchtigen, teilten die Sicherheitsquelle und der Diplomat mit.

    Die Situation in der Islamischen Republik Iran bleibt weiterhin angespannt. In der Stadt Sirschan wurde eine Person getötet, nachdem Demonstranten versuchten, ein lokales Öllager in Brand zu stecken. Die Menschen veranstalten auch Massenkundgebungen in Maschhad, Schiras, Ahwas und mehreren anderen Städten.

    Iranische Bürger demonstrieren gegen die Erhöhung der Benzinpreise. Einer Meldung der Nachrichtenagentur IRNA zufolge fanden am Freitag in mehreren Städten der Islamischen Republik Protestaktionen statt.

    Die iranischen Behörden hatten zuvor beschlossen, zum 15. November Quoten für Benzin einzuführen und zugleich die Preise um ein Drittel anzuheben. Jetzt beträgt der Literpreis innerhalb der Quote 15.000 Rial (0,315 Euro). Wer über die Quote hinaus kauft, muss das Doppelte zahlen. Die Quote beträgt 60 Liter pro Monat. Zuvor hatte ein Liter Benzin im Iran 10.000 Rial gekostet.

    ek/mt

     

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    Tags:
    Quoten, Protestaktionen, Teheran, Iran, Irak