17:30 10 Dezember 2019
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    Zweifel an Schuld im Fall Rodney Reed: Texas setzt Hinrichtung aus

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    In dem umstrittenen Kriminalitätsfall um den Amerikaner Rodney Reed hat ein Gericht in Texas die für Mittwoch geplante Exekution vorerst gestoppt. Der verurteilte Reed sitzt seit mehr als 20 Jahren in einer Todeszelle in den USA. Er soll eine Frau vergewaltigt und ermordet haben, bestreitet aber die Tat.

    Ein erstinstanzliches Gericht soll nun den Fall erneut unter die Lupe nehmen, wie die Organisation Innocence Project, die den Betroffenen vertritt, mitteilte.

    Ein für Begnadigungen zuständiges Gremium in Texas hatte zuvor einen Aufschub der Hinrichtung um 120 Tage empfohlen. Laut Bryce Benjet von der Organisation Innocence Project eröffnet sich dadurch eine Chance für eine sorgfältige Prüfung der überzeugenden Beweise für die Unschuld des Mannes.

    Reed war 1998 wegen Vergewaltigung und des Mordes an der 19-jährigen Stacey Stites zum Tode verurteilt worden. Der 51-Jährige beteuert seine Unschuld. Er gibt an, eine Affäre mit dem Opfer und einvernehmlichen Sex am Tag der Ermordung gehabt zu haben. Sein Anwalt fordert eine Neubewertung der Beweismittel. In den Fall haben sich inzwischen auch Politiker und Prominente, darunter der EU-Botschafter in den USA sowie Reality-Star Kim Kardashian, eingeschaltet.

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Hinrichtung, Mord, Vergewaltigung, Texas, USA