11:31 08 August 2020
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    Archäologen von der Universität Yamagata (West-Japan) haben 143 neue Scharrbilder oder sogenannte Geoglyphen in der südperuanischen Wüste von Nazca entdeckt. Dabei handelt es sich unter anderem um die Abbildungen von Tieren sowie geheimnisvollen „Monstern“ mit quadratischen Köpfen. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Hochschule hervor.

    Demnach sind die neuen Geoglyphen hauptsächlich im westlichen Teil des Nazca-Plateaus entdeckt und durch Feldforschung und 3D-Datenanalyse identifiziert worden. Eines der Scharrbilder sei erstmals mithilfe der Künstlichen Intelligenz (KI) erkannt worden. Die japanischen Forscher erklären, es sei das erste Mal, dass KI bei der Entdeckung von Geoglyphen geholfen habe.

    Manche Bodenzeichnungen stellen dabei Abbildungen ungewöhnlicher „Monster“ dar, die Menschen ähneln, aber quadratische Köpfe haben. Auch seien darunter Scharrbilder von zweiköpfigen Schlangen zu finden.

    Die biomorphen Geoglyphen stammen den Forschern zufolge vermutlich aus den Jahren 100 v. Chr. bis 300 n. Chr.

     

    Nazca-Linien: Zufällige Entdeckung

    Die kilometerlangen Linien mitten in der Wüste von Peru wurden 1924 zufällig vom Flugzeug aus entdeckt, als die ersten kommerziellen Fluglinien über die Nazca-Wüste führten und Passagiere die Linien ausmachen konnten.

    Das Nazca-Plateau zeigt auf einer Fläche von 500 Quadratkilometern schnurgerade, bis zu 20 Kilometer lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, wie z. B. Abbildungen von Menschen, Affen, Kolibris, Spinnen, Vögeln und Walen. Entstanden waren die Linien um circa 800 vor bis 300 nach Christus – durch Entfernen der oberen Gesteinsschicht.

    Zahlreiche Theorien ranken sich um das Nazca-Geheimnis. Bisher besteht unter Archäologen und Historikern aber kein Konsens darüber, wie Vertreter der Nazca-Kultur riesige Bodenzeichnungen ausführen konnten und warum sie die geheimnisvollen Linien schufen.

    pd/sb/sna/

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