07:20 06 Dezember 2019
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    China verzeichnet dritten Fall von Beulenpest

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    Die Behörden der Autonomen Region Innere Mongolei in China haben einen weiteren Fall von Beulenpest gemeldet. Zwei Personen mit einer ähnlichen Diagnose wurden bereits in diesem Monat in ein Krankenhaus gebracht, berichtet Reuters am Sonntag, dem 17. November.

    Am 12. November wurde demnach bei zwei Bewohnern der Aimag (einer administrativ-territorialen Verwaltungseinheit) der Autonomen Region Shilin Gol in der Inneren Mongolei Beulenpest festgestellt. Sie wurden sofort in eines der Pekinger Krankenhäuser zur stationären Behandlung gebracht und unter Quarantäne gestellt.

    Neuer Fall in Shilin Gol

    Ein neuer Fall in der Aimag Shilin Gol wurde am Samstag, dem 16. November, registriert. Dabei handelte es sich um einen 55-jährigen Mann. Der Patient wurde mit Fieber in ein Bezirkskrankenhaus gebracht, nachdem er am 5. November das Fleisch eines erlegten Hasen gegessen hatte. Die Ärzte diagnostizierten bei ihm Beulenpest und isolierten ihn von anderen Patienten, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.

    Wie die Gesundheitsbehörden feststellten, sei der letztgenannte Fall nicht mit den beiden vorhergehenden verbunden.

    Unter Beobachtung sollen sich weiterhin auch 28 Einwohner befinden, die mit dem Patienten im Kontakt waren. Bei ihnen seien bislang noch keine Symptome aufgetreten.

    Gefährliches Bakterium

    Der Erreger der Pest ist das Bakterium Yersinia pestis, das in der Regel im Körper von Kleintieren und darauf lebenden Flöhen vorkommt. Es gibt zwei klinische Hauptformen der Pestinfektion: Beulen- und Lungeninfektion. Beuleninfektion ist die häufigste.

    Die Pest wird durch den Stich eines infizierten Flohs, durch Kontakt mit den erkrankten Personen und durch die in der Luft befindlichen Tröpfchen auf den Menschen übertragen. Die Sterblichkeitsrate der Beulenpest liegt bei 30 bis 60 Prozent, wogegen die Lungenpest ohne Behandlung immer zum Tod führt.

    "Schwarzer Tod"

    Im Jahr 2014 war der größte Teil des nordwestlichen Stadtviertels von Yumen geschlossen worden, nachdem ein 38-jähriger Einwohner an der im Mittelalter als „schwarzer Tod“ bekannten Beulenpest gestorben war.

    ek/mt

     

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    Tags:
    Symptome, Pest, Innere Mongolei, China