08:38 10 Dezember 2019
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    Was in der Nacht geschah

    Tödliche Attacke auf Weizsäcker-Sohn, Tauziehen in Hongkong dauert an, Schwimmbad nur für Muslime

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    Nachrichtenüberblick: Tödliche Attacke auf Weizsäcker-Sohn; Tauziehen in Hongkong dauert an; Zwei US-Soldaten in Afghanistan getötet; Lufthansa-Schlichtung geplatzt; Schwimmbad nur für Muslime

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Tödliche Attacke auf Weizsäcker Sohn

    Nach dem tödlichen Angriff auf den Arzt Fritz von Weizsäcker in Berlin dauern die Ermittlungen der Mordkommission an. Es gebe noch keinen neuen Stand, hieß es am frühen Morgen von einem Sprecher der Berliner Polizei. Zum Motiv und zur Identität des Täters machte er zunächst keine Angaben. Fritz von Weizsäcker, der Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, wurde am Dienstagabend während eines medizinischen Vortrages in einer Berliner Klinik erstochen. Ein bewaffneter Mann aus dem Zuschauerraum hatte den 59 Jahre alten Chefarzt attackiert. Er starb noch vor Ort. Ein zufällig anwesender Polizist versuchte nach den Angaben der Polizei noch, den Täter aufzuhalten, wurde dabei jedoch schwer verletzt. Der Angreifer wurde schließlich von mehreren Zuhörern überwältigt und kurz darauf der Polizei übergeben.

    Tauziehen in Hongkong dauert an

    Bei den Unruhen in Hongkong dauert das Tauziehen um die Besetzung einer Hochschule weiter an. Die Zahl der Demonstranten, die sich noch in der Polytechnischen Hochschule verschanzt haben, ging nach Medienberichten von heute aber auf wenige Dutzend zurück. Die anhaltende Krise in Chinas Sonderverwaltungsregion belastet auch die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Peking und Washington. Nach dem amerikanischen Abgeordnetenhaus beschloss auch der US-Senat Gesetzentwürfe zur Unterstützung der Hongkonger Demokratiebewegung. Einstimmig verabschiedeten die Senatoren eine „Menschenrechts- und Demokratieverordnung“ zu Hongkong, die Wirtschaftssanktionen androht. Auch will der Senat den Export von Tränengas, Gummigeschossen, Wasserwerfern und Handschellen an Hongkongs Polizei untersagen.

    Zwei US-Soldaten in Afghanistan getötet

    In Afghanistan sind zwei US-Soldaten bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen. Das teilten die US-Streitkräfte in Afghanistan heute mit. Die Ursache des Absturzes werde untersucht, vorläufige Berichte würden jedoch nicht darauf hinweisen, dass er durch feindliches Feuer verursacht wurde, hieß es in der Mitteilung weiter. Damit sind in diesem Jahr bereits 19 Angehörige der US-Armee umgekommen.

    Lufthansa-Schlichtung geplatzt

    Nach der geplatzten Schlichtung bei der Lufthansa suchen Unternehmen und die Kabinengewerkschaft Ufo nach neuen Ansatzpunkten. In der Nacht hatte der Konzern seine Zustimmung zu der umfassenden Schlichtung für die rund 21 000 Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa zurückgezogen. Als Grund nannte ein Unternehmenssprecher die Weigerung der Gewerkschaftsspitze, auch für vier Konzerntöchter in Deutschland eine unbefristete Friedenspflicht während der Schlichtung bei der Muttergesellschaft zuzusagen. Diese war erst in der vergangenen Woche von beiden Seiten vereinbart und am Donnerstag gemeinsam präsentiert worden.

    Schwimmbad nur für Muslime

    Der Frankfurter Abdullah Zeran möchte ein Hallenbad nur für Muslime in Frankfurt am Main. Derzeit ist er für seine Idee auf der Suche nach Geldgebern. Es soll ein Schwimmbad sein, das für strenggläubige, konservative Moslems geeignet ist. Die Stadt reagierte bisher ablehnend auf seine Pläne. Um für seine Idee zu werben, verweist Zeran auch auf muslimische Kinder.Die Eltern möchten, dass Mädchen und Jungs getrennt werden.

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