20:17 14 Dezember 2019
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    Gojko Mitić (Archivbild)

    „DDR-Indianer“ Gojko Mitić erhält Preis für Lebenswerk

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    Als Chingachkook, Ulzana oder Tecumseh spielte sich Gojko Mitić in die Herzen der Deutschen. Er trug seine Kämpfe auf dem DDR-volkseigenen Zelluloid der Deutsche Film AG (DEFA) aus: als „DEFA-Chefindianer“. Später mimte Mitić bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg auch Winnetou. Nun ehrt die DEFA-Stiftung den Schauspieler für sein Lebenswerk.

    Mitić habe mit den von ihm verkörperten indianischen Figuren das Genre des DEFA-Indianerfilms geprägt, so die Stiftung in Berlin: Ab Mitte der 1960er-Jahre zählte der gebürtige Serbe zu den populärsten Stars der DDR.

    Sein DEFA-Debüt feierte Mitić mit der Rolle des Tokei-ihto in der Literaturverfilmung „Die Söhne der Großen Bärin“ aus dem Jahr 1965. Der Film zählte mit mehr als neun Millionen Besuchern zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen der DDR-Kinogeschichte. Bis 1982 folgten elf weitere DEFA-Produktionen, in denen er sowohl literarische Heldengestalten als auch historische Persönlichkeiten wie Osceola, Tecumseh oder Ulzana verkörpert. Neben den DEFA-Indianerfilmen war Mitić in Science-Fiction- und Kinderfilmen zu sehen, er spielte zudem etliche Theaterrollen.

    Der Preis der DEFA-Stiftung für das künstlerische Lebenswerk ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung soll am 13. Dezember in Berlin im Rahmen einer großen Gala stattfinden.

    ba

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    Tags:
    Preis, Film, Indianer, DDR