00:25 27 Februar 2020
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    Die griechischen Behörden haben angekündigt, die drei größten Flüchtlingslager auf den Inseln Kos, Chios und Samos schließen zu wollen. Die Lager sollen durch neue „Abflug-und Identifikationszentren“ ersetzt werden, sagte der Regierungssprecher Stelios Petsas am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

    So sollen dem Regierungssprecher zufolge in den neuen Lagern diejenigen Migranten untergebracht werden, die kein Asyl bekommen und wieder in ihr Heimatland deportiert werden sollen. Dabei handelt es sich um geschlossene Lager, denn die Migranten werden sie nicht verlassen können. Die Kapazität der neuen Zentren soll mindestens 5000 Menschen betragen.

    Diejenigen Flüchtlinge, die nun doch eine Möglichkeit haben, Asyl zu bekommen, werden aufs Festland gebracht.

    Griechenland in Flüchtlinge-Notlage

    In Griechenland sind die Flüchtlingslager längst überfüllt. Asylbewerber sollen in andere Unterkünfte gebracht werden, berichtete das Staatsfernsehen ERT. Da Griechenland die Inseln entlasten will, hat die Regierung beschlossen, die Asylbewerber zum Teil aufs Festland zu bringen. Als Folge gibt es in Teilen von Griechenland mehr Migranten als örtliche Einwohner.

    Das Ministerium für den Schutz der Bürger wandte sich sogar an die Inhaber von Wohnungen, Apartments und Hotels mit dem Vorschlag, sie für Einwanderer und Flüchtlinge zu vermieten. Dabei werden den Hotelbesitzern vom Staat je untergebrachte Person 10 Euro plus MwSt pro Nacht angeboten, das betrifft nur die Unterbringung ohne Verpflegung. Die Griechen selbst sind nicht von den neuen „Mitbewohnern“ begeistert. So versperrten die Einwohner eines Dorfes den Eingang zu einem Hotel, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollten.

    dg/gs

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    Tags:
    Ägäis, Ägäisches Meer, Athen, Griechenland, Migranten, Flüchtlinge