08:35 10 Dezember 2019
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    Die Toilette an Bord des ukrainischen Schleppers „Jany Kapu“

    FSB bestreitet „Klo-Diebstahl“ nach Rückgabe der Marineschiffe an Ukraine

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    Nach der Rückgabe der beschlagnahmten Marineschiffe weisen die russischen Stellen den Vorwurf aus Kiew zurück, die beiden Panzerboote und der Schlepper seien absichtlich „kaputtgemacht“ worden. Nach Angaben der ukrainischen Marine fehlten sogar die Toiletten.

    Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ sowie der Schlepper „Jany Kapu“ waren am Montag der ukrainischen Seite übergeben worden. Die Schiffe waren im November vergangenen Jahres wegen Grenzverletzung samt Besatzungen von Russland festgesetzt worden. Die 24 Matrosen kamen Anfang September im Rahmen eines Gefangenenaustausches frei.

    In dieser Woche bemängelte der ukrainische Marinechef Igor Worontschenko jedoch, dass die Schiffe nach der Rückkehr aus Russland in sehr schlechtem technischem Zustand seien. Die Russen hätten sie „kaputtgemacht“, „Steckdosen und Klos abmontiert“.  

    Dem widerspricht nun der russische Inlandsgeheimdienst FSB, der unter anderem auch für den Grenz- und Küstenschutz zuständig ist.

    • Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ und der Schlepper „Jany Kapu“ vor der Übergabe an die Ukraine
      Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ und der Schlepper „Jany Kapu“ vor der Übergabe an die Ukraine
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    • Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ und der Schlepper „Jany Kapu“ vor der Übergabe an die Ukraine.
      Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ und der Schlepper „Jany Kapu“ vor der Übergabe an die Ukraine.
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    • Das Ruder eines der ukraiunischen Marineschiffe vor der Übergabe an die Ukraine.
      Das Ruder eines der ukraiunischen Marineschiffe vor der Übergabe an die Ukraine.
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    • Die Toilette an Bord des ukrainischen Schleppers „Jany Kapu“
      Die Toilette an Bord des ukrainischen Schleppers „Jany Kapu“
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    • Во время передачи буксира Яны Капу и бронекатеров Бердянск и Никополь украинской стороне.
      Ukrainische Vertreter nehmen die Marineschiffe entgegen
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    • Ukrainische Vertreter nehmen die Marineschiffe entgegen
      Ukrainische Vertreter nehmen die Marineschiffe entgegen
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    Die Boote „Nikopol“ und „Berdjansk“ und der Schlepper „Jany Kapu“ vor der Übergabe an die Ukraine

    Die Schiffe seien „in einem normalen Zustand und mit intakter Sanitärtechnik“ übergeben worden, teilte der FSB am Donnerstag mit. Als Beleg veröffentlichte der Geheimdienst Bilder, die den Moment der Übergabe der Schiffe an ukrainische Vertreter dokumentieren sollen. Darauf ist unter anderem zu sehen, dass ihre Innenausstattung, darunter ein WC und weitere Ausrüstrungen, zumindest äußerlich unversehrt sind.  

    Die russische Küstenwache hatte vor einem Jahr, am 25. November die drei ukrainische Schiffe in der Nähe der Krim-Brücke aufgebracht und ihre Besatzung festgesetzt, nachdem sie in russische Hoheitsgewässer eingedrungen sein sollen. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, sollen 50 Kilometer abseits der gewöhnlichen Durchfahrt-Route rund 20 Kilometer von der russischen Küste entfernt gefahren sein.

    Nach russischen Angaben hatte die Ukrainer die Durchfahrt nicht vorschriftsgemäß im Voraus angemeldet und dann noch gefährlich manövriert sowie die Befehle des Küstenschutzes ignoriert. Die ukrainische Regierung bestritt das und warf Russland „Aggression“ vor.

    Als Reaktion ließ der damalige ukrainische Staatschef Petro Poroschenko in der Ukraine ein 30-tägiges Kriegsrecht verhängen. Der russische Präsident Wladimir Putin beschuldigte Poroschenko, er habe mit der gezielten Provokation seinen Wahlkampf retten wollen. Bei der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2019 wurde Poroschenko klar abgewählt. Kurz danach entschied der Internationale Seegerichtshof, dass Russland die ukrainischen Matrosen freilassen und die Schiffe zurückgeben soll.

    sp/ae

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    Kertsch-Brücke, Kertsch, Schiffe, Krim, Marine, Ukraine, Russland