17:37 10 Dezember 2019
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    Thyssenkrupp-Werk in Duisburg

    Krise bei Thyssenkrupp: Stellenabbau könnte größer ausfallen

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    Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp muss möglicherweise mehr Arbeitsplätze streichen als die bisher geplanten 6000. Das geht aus einem Redemanuskript von Personalvorstand Oliver Burkhard hervor.

    Derzeit könne nicht ausgeschlossen werden, „dass es mehr Stellen werden, die wir abbauen müssen“, sagte Burkhard am Donnerstag. „Schritt für Schritt werden wir da genauer werden können“, fügte Burkhard hinzu.

    Erste Maßnahmen beim Personalabbau hat Thyssenkrupp bereits beschlossen. In der Essener Unternehmenszentrale soll knapp die Hälfte der bislang etwa 800 Arbeitsplätze wegfallen. Im Autozuliefergeschäft sollen 640 Stellen abgebaut werden. In den nächsten Wochen und Monaten werde es „immer wieder Meldungen zu Stellenreduzierungen geben“, kündigte Burkhard an.

    Thyssenkrupp hat das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Verlust von 304 Millionen Euro abgeschlossen. Die Dividende für die Aktionäre fällt aus. Für das neue Geschäftsjahr erwartet Thyssenkrupp einen deutlich höheren Fehlbetrag. Bei Thyssenkrupp gebe es hohen „Handlungsdruck“, sagte die neue Vorstandsvorsitzende Martina Merz.

    Kürzungen auch bei BMW und Audi

    Im September hatte das „manager magazin“ berichtet, dass der neue BMW-Chef Oliver Zipse bis zum Jahr 2022 in Deutschland 5000 bis 6000 Stellen streichen wolle. Die meisten Kürzungen sollen die Konzernzentrale in München treffen. Weiteren Berichten zufolge droht auch bei Audi ein Stellenabbau, wenn die seit langem diskutierte Reduzierung der Produktionskapazitäten in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm beschlossen werden sollte.

    sm/ae/dpa

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