02:00 09 Juli 2020
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    Ein Polizist, der beim tödlichen Angriff auf den Berliner Arzt Fritz von Weizsäcker am Dienstagabend verletzt wurde, ist nach Polizeiangaben erneut operiert worden.

    Es gehe ihm „den Umständen entsprechend“. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte, habe der 33-Jährige nachoperiert werden müssen. Der Beamte schwebe aber nicht in Lebensgefahr. Der Polizist war privat beim Vortrag von Weizsäcker in der Schlosspark-Klinik gewesen und hatte den Angreifer überwältigt.

    Mord an Sohn des Ex-Bundespräsidenten

    Am Dienstagabend verletzte der Angreifer den Mediziner und Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker mit einem Messer am Hals tödlich. Der Polizist wurde dabei schwer verletzt, kam in ein Krankenhaus und wurde operiert. Der Angreifer, ein 57-Jähriger aus Rheinland-Pfalz, wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen.

    Wie „Spiegel Online” unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete, habe der 57-Jährige bei seiner polizeilichen Vernehmung ein Motiv für seine Tat genannt. Er habe den Mediziner gezielt getötet, um sich an der Familie von Weizsäcker zu rächen.

    Der Täter habe seine Abneigung mit der Rolle Richard von Weizsäckers, dem Vater des Getöteten, beim Chemiekonzern Boehringer Ingelheim begründet. Richard von Weizsäcker sei als Geschäftsführer des Konzerns in den Sechzigerjahren dafür verantwortlich gewesen, dass das Unternehmen tödliche Giftstoffe für den Vietnam-Krieg geliefert habe.

    Wegen einer akuten psychischen Erkrankung erließ ein Richter am Mittwoch einen sogenannten Unterbringungsbefehl – der Angreifer wurde in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht.

    ns/ae/dpa

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    Tags:
    Vietnam-Krieg, Operation, Verletzung, Polizist, Mord, Arzt, Fritz von Weizsäcker, Deutschland