19:24 14 Dezember 2019
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    Leopard-Panzer der deutschen Bundeswehr (Archivbild)

    Bundeswehr reduziert CO2-Ausstoß um gut zehn Prozent – Verteidigungsministerium

    © AFP 2019 / PATRIK STOLLARZ
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    Die Bundeswehr hat ihren CO2-Ausstoß nach Angaben des Verteidigungsministeriums binnen fünf Jahren um 10,6 Prozent reduziert.

    Der kraftstoffbedingte Ausstoß sei trotz vermehrter Aktivitäten von 0,75 Millionen Tonnen (2014) auf 0,67 Millionen Tonnen (2018) CO2-Äquivalent gesunken, teilte das Verteidigungsministerium auf eine Anfrage der Linken mit, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Freitag berichtete.

    Die vollständigen jährlichen CO2-Gesamtemissionen aller mobilen Systeme der Bundeswehr einschließlich der Waffen werden demnach seit 2014 auf der Basis einer Norm erfasst. Der Anteil der Bundeswehr an den Verkehrsemissionen in Deutschland betrage für das Vergleichsjahr 2015 rund 0,4 Prozent.

    Es sei wissenschaftlich untersucht worden, ob „mobile Systeme“ der Bundeswehr künftig klimaneutral betrieben werden könnten. Das Ergebnis: Sowohl im Flugbetrieb als auch bei der „militärischen Landmobilität“ müssten langfristig Verbrennungsmotoren und Turbinen eingesetzt werden. Der Einsatz klimaneutraler synthetischer Kraftstoffe sei abhängig von der Marktverfügbarkeit, hieß es aus dem Ministerium.

    In der Antwort erklärte das Verteidigungsministerium auch, dass es seit dem Jahr 2000 insgesamt 537 Fälle gegeben habe, bei denen Teile von Militärflugzeugen abgefallen seien. Im vergangenen Jahr war bereits ein Zehnjahreszeitraum betrachtet worden: Demnach hatte es seit 2008 insgesamt 351 Fälle gegeben.

    Die Verteidigungsexpertin der Linksfraktion Sevim Dagdelen fordere, die Flüge der Bundeswehr zu reduzieren, um die Gefahr für die Bevölkerung zu vermindern, berichtete das Redaktionsnetzwerk. Die damit „verbundene Steigerung der Aktivitäten der Bundeswehr führt nicht nur zu einem erhöhten Ressourcenverbrauch und klimaschädlichen Emissionen, sondern auch zu höheren Risiken zum Beispiel durch mehr Flüge von Kampfjets über dem Bundesgebiet“.

    Bundestag beschließt großen Teil des Klimapakets

    Am 15. November beschloss der Bundestag ein Gesetzespaket mit zahlreichen Instrumenten zum Klimaschutz: Ein Kernelement dafür ist ein Preis auf den CO2-Ausstoß bei der Verbrennung von Sprit, Heizöl und Gas, der über die Jahre steigen soll. Als Ausgleich für dann steigende Benzin- oder Heizölpreise sollen Pendler Steuererleichterungen erhalten und die Wärmedämmung von Häusern steuerlich gefördert werden. Hilfen soll es auch beim Ersatz alter Öl-Heizungen geben.

    sm/gs/dpa

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    Tags:
    Bundeswehr, Deutschland, CO2