06:20 11 Dezember 2019
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    Die russische Opern-Sängerin Anna Netrebko

    Russische Opern-Diva Netrebko gibt Pläne bekannt

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    Gleich zwei große Rollendebüts der berühmtesten zeitgenössischen Opernsängerin der Welt finden in den kommenden Monaten in Deutschland statt: In Dresden und München. Zudem geht es nach Wien und Salzburg zum 100. Festspieljubiläum. Die Salzburger Festspiele sind jüngst wegen Sponsorings durch den russischen Energiekonzern Gazprom in Kritik geraten.

    Anna Netrebko, russische Opernsängerin und die wohl bekannteste Sopranistin ihrer Zeit, deren Name nicht nur dem geflissentlichen Liebhaber klassischer Musik wohl im Ohre klingt, gab über ihren Instagram-Account einige ihrer Auftritte im deutschsprachigen Raum bekannt:

    „Meine Pläne für die zweite Hälfte der Saison 2019/2020: Zwei große Debüts harren meiner: Turandot und die Elisabetta in Don Carlos.“

    Die Russin hat eine treue Fangemeinde, die Karten für ihre Auftritte – oft konzertant und an der Seite Ihres Mannes Yusif Eyvazov – sind meist Monate vorher ausverkauft.

    Russen in Salzburg

    Einen besonderen Höhepunkt markieren die im kommenden Sommer anstehenden Salzburger Festspiele. Das größte Theater-und Opernfestival der Welt feiert sein 100-jähriges Bestehen. Und das unter anderem mit Anna Netrebko als „Tosca“ in der gleichnamigen Oper von Giacomo Puccini.

    Wie in jedem Jahr wird sie nicht die einzige Russin sein: Die Oper „Don Giovanni“  etwa erklingt mit Dirigent Teodor Currentzis am Pult. Sie wurde 1922 als erste Oper bei den Festspielen aufgeführt.

    Zudem fördert der russische Energie-Riese Gazprom die Festspiele: Das österreichische Öl- und Gasunternehmen OMV und der russische Konzern Gazprom finanzieren die Neuinszenierung der großen russischen Oper „Boris Godunow" von Modest Mussorgskij. Es sei „ein besonders schönes und sinnvolles Jubiläumsgeschenk", so die Präsidentin der Festspiele Helga Rabl-Stadler in einer Pressemitteilung.

    „Die Verbindung zwischen Österreich und Russland war über Kunst und Kultur immer eine besonders intensive. Und wenn die Festspiele den Ruf haben, die besten der Welt zu sein, dann verdanken sie dies auch vielen russischen Künstlerinnen und Künstlern. Schon 1921 zogen erstmals Mitglieder des ehemaligen russischen kaiserlichen Balletts aus St. Petersburg die Aufmerksamkeit von internationalen Gästen und in- und ausländischer Presse auf sich“, so Rabl-Stadler.

    Sponsoring durch Gazprom

    Anfang Oktober brachte die Festspielpräsidentin die 400.000 zugesagten Euro aus der Öl- und Gasindustrie aus Moskau mit. Und mußte sich gegenüber Kritikern erneut für das Kunstsponsoring rechtfertigen, betonte gar in einem Interview der Salzburger Nachrichten die künstlerische Unabhängigkeit. Gazprom schließt mit den Finanzierungen die Lücke, die Nestlé nach Beendigung langjährigen Sponsorings des Festivals hinterlassen hat.

    Die Festspiele

    Die Salzburger Festspiele wollen 2020 zum 100-jährigen Bestehen starke Signale für Frieden, Menschlichkeit und Toleranz setzen. Im Zentrum des Programms stehe unter anderem die Hoffnung auf die Veränderbarkeit der Welt durch eine solidarische Gesellschaft.

    Insgesamt bieten die Festspiele in 44 Tagen 222 Aufführungen an 15 Spielstätten. In der Saison 2019 besuchten 270 000 Kulturliebhaber die Vorstellungen in der malerischen österreichischen Stadt. Die Netrebko stand auch auf der Bühne.

     

     

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    Tags:
    Oper, Kultur, Salzburger Festspiele, Gazprom, Yusif Eyvazov, Anna Netrebko