06:35 06 Dezember 2019
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    Gefängnis (Symbolbild)

    Um mehr als 900.000 Euro betrogen: Leverkusener Clan-Chef muss für acht Jahre ins Gefängnis

    © AP Photo / Olaf Ziegler
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    Das Oberhaupt einer kriminellen Leverkusener Großfamilie ist am Freitag wegen Betrugs zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Laut dem Kölner Landgericht soll er ein reiches Ehepaar um mehr als 900 000 Euro betrogen und außerdem eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben haben.

    Das 42-jährige Oberhaupt der Familie hat sich laut Urteil das Vertrauen eines reichen Ehepaars erschlichen und dieses um mehr als 900 000 Euro betrogen. Dafür habe er sich als Spross einer wohlhabenden amerikanisch-jüdischen Familie mit gut gehendem Baugewerbe ausgegeben und die Eheleute immer wieder auf teure Reisen eingeladen.

    Kokain-Fund im Hamburger Hafen (Archivbild)
    © AFP 2019 / Hamburg Customs Investigation Office

    Trotz seines angeblichen Reichtums habe der Betrüger seine Opfer immer wieder um große Summen gebeten. Er habe damit angeblich seine Arbeiter und Angestellten in Deutschland in Euro bezahlen wollen, aber selbst nur US-Dollar gehabt.

    Der Richter bezeichnete das Vorgehen des Clan-Chefs als „regelrechtes  Theaterschauspiel“. Seine Leverkusener Familie sei seit  Langem damit aufgefallen, „immer wieder Betrügereien im großen Stil zu begehen“. Das betroffene Ehepaar habe die Taten noch nicht verkraftet und leide auch psychisch unter den Folgen, hieß es weiter.

    Vor Gericht mussten sich nicht nur das Familienoberhaupt, sondern auch drei seiner Komplizen verantworten. Zwei von ihnen bekamen wegen Beihilfe zur Geldwäsche Haftstrafen von etwas mehr als einem Jahr, eine davon auf Bewährung. Der vierte Angeklagte muss 100 Sozialstunden leisten.

    Die Leverkusener Großfamilie muss nun viel Geld zurückzahlen und mehrere Grundstücke abgeben. Bereits in vergangenen Verfahren wurden Mitglieder des Clans zu Haft- sowie hohen Geldstrafen verurteilt.

    mka/gs/dpa

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    Tags:
    Urteil, Haftstrafe, Betrug, Clans