17:33 07 August 2020
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    In der Gemeinde Santander de Quilichao des Departamentos Cauca in Kolumbien ist am Donnerstag um 20:45 Uhr (Ortszeit) ein Lastwagen in die Luft gesprengt worden. Dies berichtet die kolumbianische Zeitung „El Tiempo“.

    Laut der Zeitung, die sich auf die Angaben der Staatsanwaltschaft berief, sind drei Menschen gestorben und mindestens zehn verletzt worden.

    „In Santander de Quilichao, Cauca, in der Nähe der neuen Polizeistation, ist gerade eine Autobombe explodiert. Die Gemeinde war ohne Strom“, hieß es  in der Meldung der Zeitung.

    Laut Berichten von lokalen Medien wurde der Angriff durch zwei  Zylinderbomben verursacht. Die Explosionen hätte jeder in der Stadt gespürt.

    „Wir glauben, dass es sich um fehlangepasste Menschen haltet, gewöhnliche Kriminelle, die den Protest genutzt haben, um diese Art von negativen Situationen im Polizeirevier zu erzeugen“, sagte zu dem Vorfall Jaime Asprilla, der Stadtsekretär von Cauca.

    Proteste gegen die Regierung

    Am Donnerstag und Freitag hatten zuvor mehr als 200.000 Menschen in Kolumbien protestiert. Eine Reihe von Städten war laut „el Pais“ von Unruhen betroffen. Dem Generalstreik und den Massenkundgebungen schlossen sich auch Studentinnen, Lehrer, indigene Gruppen, Umweltschützer und die Opposition an. Die Bürger protestierten gegen die Unfähigkeit der Behörden im Kampf gegen die Kriminalität, außerdem fordern sie unter anderem eine gerechtere Sozialpolitik, den Schutz der indigenen Bevölkerung sowie einen effektiven Umweltschutz.

    Im Zuge der Proteste wurden laut „El Pais“ 273 Menschen verletzt, davon 148 Militärangehörige und drei Polizisten.

    dg/ae

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    Tags:
    Tote, Polizeirevier, Explosion, Kolumbien