18:11 10 Dezember 2019
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    Schule in Wad (Archiv)

    Vergiftung an russischer Schule: Ermittlung eingeleitet, alle Betroffenen verlassen Krankenhaus

    © CC BY-SA 3.0 / ecom / School
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    Im zentralrussischen Gebiet Nischni Nowgorod mussten Dutzende Menschen – fast alle davon Kinder – am Montag wegen einer Vergiftung medizinisch behandelt werden. Eine Ermittlung wurde eingeleitet.

    Der Zwischenfall ereignete sich an einer Schule im Dorf Wad, das etwa 90 Kilometer Luftlinie südöstlich des regionalen Verwaltungszentrums Nischni Nowgorod liegt. 43 Kinder und ein Erwachsener wurden ins Krankenhaus des Dorfes gebracht. Es wurde offenbar eine Vergiftung durch Gas vermutet.

    Ermittlung eingeleitet

    Die regionale Abteilung der russischen Staatsanwaltschaft leitete eine Ermittlung ein. Bei einer rund zwei Kilometer von der Schule entfernten Verteilerstation trat vorläufigen Angaben zufolge Odorierungsmittel aus, das dem Flüssiggas zugesetzt wird.

    Alle Betroffenen haben mittlerweile nach einer medizinischen Untersuchung und Behandlung das Krankenhaus verlassen.

    Gas-Firma dementiert Berichte über angebliches Leck

    Das Unternehmen „Gazprom Transgas Nischni Nowgorod“ bestritt Informationen über ein mögliches Leck an der Station in Wad. Am Montag seien „keine Arbeiten mit einem Odorierungsmittel durchgeführt“ worden.

    „Weder die Automatik, noch der Betreiber der Gasverteilerstation können Störungen bestätigen, die Arbeit der Gasverteilerstation ist stabil“, sagte die Sprecherin des Unternehmens Tatiana Ljubawina.

    Ein Interventionsteam der Firma beschäftigt sich derzeit mit der Situation vor Ort.

    mo/ip/sna

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    Nischni Nowgorod, Russland