16:45 10 Dezember 2019
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    GEZ-Protest in Berlin

    Mitarbeiter im ÖR verdienen zu viel – auch deswegen muss Rundfunkbeitrag erhöht werden

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    Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat in ihrem aktuellen Bericht eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent empfohlen. In die Berechnung des Mehrbedarfs flossen auch die großzügigen Gehälter der Mitarbeiter von SR, BR, HR, ZDF und WDR ein.

    Gegner des Rundfunkbeitrags argumentieren schon lange: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist mit seiner Vielzahl von TV- und Radiosendern übermäßig aufgebläht und lebt auf großem Fuß – auch, was die Personalkosten angeht. Nun stellt auch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) fest, dass das Vergütungsniveau bei manchen Sendern des ÖR überdurchschnittlich hoch ist. Untersucht wurden die Posten Jahresgrundgehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Nebenleistungen und Altersversorgung.

    Die Prüfung zeigte: Beim Saarländischen Rundfunk (SR), dem Bayerischen Rundfunk (BR), dem Hessischen Rundfunk (HR), dem ZDF und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) lässt man es sich besonders gut gehen, wobei dem WDR “ein deutlich erhöhtes Gesamtvergütungsniveau” attestiert wurde.

    Während es im KEF-Bericht heißt, man gehe davon aus, dass die auffällig gewordenen Sendeanstalten „deutliche Anstrengungen unternehmen, ihre überproportionalen Vergütungsniveaus zu korrigieren”, rechtfertigen sich die Sender damit, dass die zusätzlichen Gelder gebraucht werden, um konkurrenzfähig zu bleiben. Zudem sei der Altersdurchschnitt ihrer Mitarbeiter höher als anderswo und das gelte es bei der Vergütung zu berücksichtigen.

    Im selben Bericht hatte die KEF empfohlen, den Rundfunkbeitrag ab 2021 auf monatlich 18,36 Euro anzuheben. Die Vergütung der Mitarbeiter floss in die Ermittlung des Finanzbedarfs mit ein.

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    Tags:
    Rundfunkgebühren, Rundfunk, Rundfunkbeitrag, öffentlich-rechtliche Sender, GEZ