09:28 07 Juli 2020
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    Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition hat am Dienstag eigenen Angaben zufolge 200 Huthi-Rebellen aus der Haft entlassen. Der Schritt soll die Friedensbemühungen in dem seit fast fünf Jahren andauernden Krieg im Jemen ein Stück weiterbringen.

    Die Koalition kündigte nach Reuters-Informationen in einer im saudiarabischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Erklärung an, sie wolle eine Lockerung der Beschränkungen für den Jemen im Luftraum, und plane zudem, Flüge von der von Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa zu erlauben, damit die Menschen zur medizinischen Behandlung ins Ausland transportiert werden könnten.

    Die schiitischen Huthi-Rebellen hatten zuvor im Roten Meer ein Schiff mit einer Bohranlage einer südkoreanischen Firma an Bord gekapert. Koalitionssprecher Turki al-Maliki sprach indes von einem „Terroristen-Einsatz”.

    Krieg im Jemen

    Der Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen der schiitischen Bewegung „Ansar Allah“ und der Regierung von Jemen dauert seit 2014 an. Die arabische Koalition unter Führung Saudi-Arabiens war im März 2015 in den Jemen einmarschiert und kämpft seitdem auf der Seite des Präsidenten Abd-Rabbu Mansur Hadi.

    Laut den Vereinten Nationen hat die Krise zur größten humanitären Katastrophe der Gegenwart geführt. 24 Millionen Menschen, davon 12,3 Millionen Kinder, benötigen lebenswichtige Hilfe. 14 Millionen sind akut von Hungersnot bedroht. Seit April 2017 wurden mehr als 1,3 Millionen Cholera-Verdachtsfälle registriert.

    jeg/sb/rtr

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    Tags:
    Huthi-Rebellen, Koalition, Jemen, Saudi-Arabien