23:48 17 Februar 2020
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    Das Oberlandesgericht in Hamburg hat am Mittwoch gegen eine vierköpfige Familie Bewährungsstrafen verhängt.

    Die jüngste Tochter der türkischstämmigen Eltern (55 und 54) sei eine Anhängerin der Terrormiliz „Islamischer Staat”* gewesen. Die Familie aus Neumünster hätte das gewusst und trotzdem Geld ins IS-Gebiet in Syrien geschickt. Im März 2016 waren laut dem Vorsitzenden des Staatsschutzsenats, Norbert Sakuth, mehr als 27.000 Euro über Mittelsmänner übergeben worden. Wie ein Antrag der Verteidigung nahelegt, soll die Tochter derzeit in einem Lager in Nordsyrien leben.

    Die Generalstaatsanwaltschaft hatte der Gerichtspressestelle zufolge dreieinhalb Jahre Haft für den 32-jährigen Bruder gefordert. Die 30 Jahre alte Schwester sollte demnach drei Jahre absitzen. Die Mutter sollte mit zwei Jahren und neun Monaten im Gefängnis rechnen. Allein der Vater sollte mit einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren Haft davonkommen.

    Mutter und Sohn erhielten im Endeffekt jeweils ein Jahr und drei Monate, die Tochter – ein Jahr und sechs Monate Haft auf Bewährung. Der Vater bekam neun Monate.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    jeg/sb/dpa

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    Tags:
    Strafe, Geld, Tochter, Familie, IS