17:21 10 Dezember 2019
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    Was in der Nacht geschah

    China bestellt US-Botschafter ein, CDU-Chefin wirbt für Dienstpflicht-Idee, Vier Täter in Dresden

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    Nachrichtenüberblick: China bestellt US-Botschafter ein; Sexuelle Übergriffe von US-Botschafter; Deutschland zahlt ab 2021 höheren Anteil an Nato-Kosten; CDU-Chefin wirbt für Dienstpflicht-Idee; Polizei vermutet vier Täter in Dresden

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    China bestellt US-Botschafter ein

    Die USA haben der Demokratiebewegung in der chinesischen Sonderverwaltungszone Rückhalt gegeben. US-Präsident Donald Trump unterschrieb zwei fast einstimmig vom Kongress beschlossene Gesetze, die die seit Monaten andauernden Protesten in der asiatischen Metropole unterstützen sollen.

    Aus Protest dagegen hat das Pekinger Außenministerium heute den US-Botschafter einbestellt. Vizeaußenminister Le Yucheng sagte Botschafter Terry Branstad, dass Hongkong eine innere Angelegenheit Chinas sei, in die sich keine ausländische Regierung einmischen dürfe, teilte das Ministerium mit.

    Sexuelle Übergriffe von US-Botschafter

    Eine Woche nach seiner aufsehenerregenden Aussage vor dem US-Kongress zu den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump ist ein Schlüsselzeuge in Bedrängnis geraten. Drei Frauen werfen dem US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, sexuelle Übergriffe vor, wie „ProPublica“ und „Portland Monthly“ in einem gemeinsam veröffentlichten Artikel berichteten. In einer Erklärung wies der 62-Jährige die Anschuldigungen zurück. Sie seien zu politischen Zwecken abgestimmt worden.

    Deutschland zahlt ab 2021 höheren Anteil an Nato-Kosten

    Deutschland wird künftig einen genauso hohen Anteil an den Gemeinschaftskosten der Nato tragen wie die USA. Nach dpa-Informationen haben sich die 29 Mitgliedstaaten kurz vor dem Jubiläumsgipfel in London darauf verständigt, den entsprechenden Aufteilungsschlüssel zu ändern. Demnach wird der US-Anteil an den Gemeinschaftskosten ab 2021 von derzeit 22,1 Prozent auf 16,35 Prozent gesenkt und der deutsche Anteil von 14,8 Prozent auf 16,35 Prozent erhöht. Die dann noch bleibende Finanzierungslücke füllen anteilig die anderen Nato-Staaten mit Ausnahme Frankreichs.

    CDU-Chefin wirbt für Dienstpflicht-Idee

    CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat für eine breite Debatte über die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht geworben. Auf ihrer Zuhörtour innerhalb der CDU gab es viele Wortmeldungen dazu. Sie teile vieler dieser Gedanken, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Als Generalsekretärin hatte sie ins Gespräch gebracht, dass Jugendliche nach ihrer Schulzeit für ein Jahr verpflichtet werden sollen, eine Tätigkeit in einem gesellschaftlich relevanten Bereich zu übernehmen, etwa bei der Bundeswehr, in der Pflege oder bei der Feuerwehr.

    Polizei vermutet vier Täter in Dresden

    Zwei Tage nach dem spektakulären Einbruch in die Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresden fehlt von den Dieben noch immer eine konkrete Spur. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass vier Täter beteiligt waren, wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte. Dies gehe aus der Auswertung von Videomaterial hervor. Zunächst war von zwei Verdächtigen ausgegangen worden. Indes steht auch die Größe der Beute aus dem berühmten Museum fest. Elf komplette prominente Stücke, sowie Teile von zwei weiteren Objekten sowie eine Gruppe von Rockknöpfen mit Brillanten und Diamanten fehlen aus der kostbaren Sammlung, wie die Staatlichen Kunstsammlungen bekanntgaben.

    mk/ae/dpa

     

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    Deutschland, USA, Dresden, CDU, China