14:55 16 Dezember 2019
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    Juwelenzimmer im Grünen Gewölbe (Archivbild)

    Dresdener Diebesgut: Verkauf möglich - Detektiv

    © AFP 2019 / DPA / SEBASTIAN KAHNERT
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    Die Chance, dass die gestohlenen Schmuckstücke unversehrt auf dem Kunstmarkt auftauchen und das Museum sie zurückbekommt, sind nach Einschätzung des Kunstmarktdetektivs Willi Korte gering. Er hält die Beute für verkäuflich, geht von einem Absatz-Plan aus.

    Der Kriminal-Experte nimmt an, dass die Steine herausgebrochen und individuell verkauft werden:

    „Diamanten haben schon immer als Zahlungsmittel gegolten“, so Willi Korte, Kunstmarktdetektiv.

    Diamanten würden in der Halb-Unterwelt Südamerikas, Osteuropas oder Asiens weitergereicht. Detektiv Korte war im Zuge der Rückkehr des in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verschwundenen Quedlinburger Domschatzes in den 1990er Jahren bekannt geworden.

    Der Beutezug: Investition und Verkauf

    Anders als die Museumsleute hält Korte die Dresdner Beute auch für verkäuflich.

    „Selbst wenn sie nur einen Bruchteil ihres realen Marktwerts erbringen von zehn bis 20 Prozent, rentiert sich das gemessen am Aufwand immer noch“, sagte er. „Von der Investition her hielt sich das in Grenzen.“

    Der Einbruch sei trotz einer gewissen Brutalität das Werk von Profis. Es habe in den vergangenen Jahren vermehrt Fälle gegeben mit Bezügen zu Banden aus Osteuropa, die teils gewerbsmäßig solche Einbrüche organisieren.

    Leichtes Spiel für Diebe?

    Für die Diebe im Grünen Gewölbe war es zu leicht, sagte Korte mit Verweis auf Gitter, die durchgesägt werden können, Fenster, die sich öffnen lassen, Videoaufzeichnungen ohne Beleuchtung und Wachpersonal, das trotz Bewaffnung nicht sofort eingreift. Er befürchtet, dass es Pläne für den Absatz der Beute gab.

    „Juwelen lassen sich gut zu Geld machen, auch Einkaräter haben ihren Marktpreis.“

    ba/dpa

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