17:03 28 Januar 2020
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    Die Regierung von Estland ist in letzter Zeit mehrmals gegen die russische Nachrichtenagentur „Sputnik“ vorgegangen, die zum staatlichen Medienunternehmen „Rossiya Segodnya“ gehört. Neben der Ausübung von Druck auf Journalisten soll es auch Eingriffe in die finanziellen Angelegenheiten der Nachrichtenagentur gegeben haben.

    Ende Oktober 2019 seien die von „Rossiya Segodnya“ getätigten Finanzüberweisungen, mit denen das Unternehmen Gehälter sowie Steuern und die Miete für das Redaktionsbüro zahlen wollte, durch estnische Filialen internationaler Bankengruppen eingefroren worden, teilte der Pressedienst des Medienunternehmens am Donnerstag mit.

    Andere estnische Bankfilialen, an die sich das Unternehmen gewandt habe, hätten sich geweigert, die Überweisungen zu übernehmen. Dabei habe es mit den Banken in den vier Jahren, in denen Sputnik in Estland präsent sei, diesbezüglich niemals Probleme gegeben.

    Für diese Eingriffe gegen Sputnik sind das staatliche „Büro für Daten über Geldwäsche“ (RAB) der Polizei sowie der estnische Grenzschutz verantwortlich.

    Zurzeit liegen alle Transaktionen von „Rossiya Segodnya“ in Estland auf Eis. Der Vermieter des Sputnik-Redaktionsbüros in Tallin hat bekannt gegeben, den zuvor bestandenen Mietvertrag einseitig aufgekündigt zu haben.

    Estland ist der einzige Staat im baltischen Raum, in dem sich ein Redaktionsbüro der Nachrichtenagentur Sputnik befindet. Das Redaktionsteam besteht aus 35 Mitarbeitern – davon sind 33 Staatsbürger von Estland, die einen Arbeitsvertrag mit „Rossiya Segodnya“ abgeschlossen haben. Das Unternehmen zahlt Estland monatlich Steuern in Höhe von 30.000 Euro.    

    mka/gs

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    Tags:
    Estland, Mediengruppe Rossiya Segodnya, Sputnik