00:19 26 Oktober 2020
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    Raubzug im Grünen Gewölbe (17)
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    Sollten Stücke aus dem Juwelendiebstahl im Dresdner Grünen Gewölbe auf dem Markt auftauchen, so sehen Materialwissenschaftler durchaus eine Chance, die gestohlenen Preziosen zu identifizieren, auch wenn sie nicht mehr so aussehen sollten wie bisher.

    Noch fehlt eine heiße Spur in Sachen Juwelendiebstahl aus dem Historischen Grünen Gewölbe, doch es scheint nicht unwahrscheinlich, dass sie auftauchen.

    „Mit Diamanten haben wir zwar noch nicht gearbeitet, aber wir haben eine Technik, mit der wir Gold, Silber und andere Metalle analysieren“, so Ernst Pernicka, einer der prominenten Forscher auf dem Gebiet der Archäometrie in Deutschland.

    Bei der Untersuchung wird mit einem Laserstrahl schonend eine ganz geringe Menge Material abgetragen und in ein Massenspektrometer geleitet. Die Wissenschaftler haben unter anderem die „Himmelsscheibe von Nebra“ analysiert und auch dem zunächst unbekannten Fundort zuordnen können. Sie identifizierten zudem die Goldflitter auf der Kleidung der Tatverdächtigen mit der aus dem Bodemuseum gestohlenen Goldmünze. Die gestohlenen Dresdner Juwelen könnten, wenn sie auftauchen, demzufolge mit dem Gold und den Edelsteinen verglichen werden, die sich noch in der Dresdener Schatzkammer befinden.

    ba/dpa

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    Diamanten, Dresden, Grünes Gewölbe