22:54 15 Dezember 2019
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    Was in der Nacht geschah

    FDP warnt vor Konfuzius-Instituten an deutschen Unis, Trump in Afghanistan, Wieder Klimaproteste

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    Nachrichtenüberblick: FDP warnt vor Konfuzius-Instituten an deutschen Unis; Wieder deutsche Rüstungsexporte in die Türkei; Trump in Afghanistan; Lange Haftstrafen wegen Terrorplanung; Bei Internationalen Klimaprotesten auch 500 deutsche Städte dabei

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    FDP warnt vor Konfuzius-Instituten an deutschen Unis

    Die FDP im Bundestag warnt vor chinesischer Einflussnahme an deutschen Hochschulen durch sogenannte Konfuzius-Institute. Hinter scheinbar harmlosen Teezeremonien und Sprachkursen verstecke sich die eiskalte Propaganda eines autoritären Regimes. Das hat an deutschen Hochschulen nichts verloren, sagte der FDP-Bildungsexperte Jens Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, gibt es in Deutschland mittlerweile 19 solcher Institute, die mehrheitlich an Hochschulen angesiedelt sind. Die Konfuzius-Institute würden von einer nachgeordneten Behörde des chinesischen Erziehungsministeriums gesteuert, die der Propaganda-Abteilung der Kommunistischen Partei Chinas unterstellt sei, heißt es in der Antwort der Regierung weiter.

    Wieder deutsche Rüstungsexporte in die Türkei

    Auch nach dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien hat die Bundesregierung Rüstungsexporte an den Nato-Partner genehmigt. In den ersten sechs Wochen nach dem Start der Offensive am 9. Oktober gab sie grünes Licht für vier Lieferungen im Wert von 3,09 Millionen Euro. Nach einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Sevim Dagdelen waren darunter aber keine Kriegswaffen. Die türkischen Truppen waren in Nordsyrien einmarschiert, um dort die von Ankara als Terrororganisation angesehene Kurdenmiliz YPG zu bekämpfen. Die Bundesregierung hatte daraufhin einen teilweisen Rüstungsexportstopp gegen den Nato-Partner verhängt, der allerdings nur für Waffen und andere militärische Geräte gilt, die in Syrien eingesetzt werden können.

    Trump in Afghanistan

    Bei einem US-Truppenbesuch in Afghanistan an Thanksgiving hat Präsident Donald Trump Hoffnungen auf eine Verständigung mit den militant-islamistischen Taliban genährt. Die Taliban wollen einen Deal machen. Wir sprechen mit ihnen, sagte Trump bei seinem Besuch eines US-Militärstützpunktes. Bedingung für eine Verständigung sei eine Waffenruhe. Er glaube, dass die Taliban mittlerweile auch eine Waffenruhe wollten. Die Bestätigung laufender Gespräche kam fast so überraschend wie Trumps Reise selbst. Sie fand aus Sicherheitsgründen unter strengster Geheimhaltung statt.

    Lange Haftstrafen wegen Terrorplanung

    Mitten in der australischen Metropole Melbourne wollten sie zur Weihnachtszeit vor drei Jahren Menschen enthaupten und Bomben zünden – dafür sind drei Männer in Australien jetzt zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Ein 27- und ein 29-Jähriger müssen für mindestens jeweils 28 Jahre ins Gefängnis, wie der australische Sender ABC heute unter Berufung auf das Oberste Gericht des Bundesstaates Victoria berichtete. Ein dritter Angeklagter muss demnach für mindestens 16 Jahre einsitzen. Die drei Männer hätten die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt und geglaubt, der Anschlag werde Allah gefallen, sagte Richter Christopher Beale laut ABC. Die Dummheit dieser Überzeugung wurde nur durch ihre Boshaftigkeit übertroffen, sagte Beale weiter. Melbourne ist Australiens zweitgrößte Stadt.

    Auch 500 deutsche Städte bei Internationalen Klimaprotesten dabei

    Unmittelbar vor dem Beginn der Weltklimakonferenz in Madrid wollen heute erneut Tausende Menschen in aller Welt für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Der deutsche Ableger der Klimabewegung Fridays for Future kündigte Aktionen in mehr als 500 Städten hierzulande an. Allein in Berlin wurden bei der Polizei 50.000 Teilnehmer für eine Demonstration angemeldet. International sind nach Angaben des Netzwerks über 2400 Städte in 157 Ländern dabei. Es handelt sich um die vierte Auflage eines weltweit koordinierten Großprotests dieser Art.

    mk/ae/dpa

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    Tags:
    Deutschland, Proteste, Klima, Donald Trump, FDP