21:36 15 Dezember 2019
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    Wladimir Ustimenko, der Leiter des Pressezentrums von Roskosmos

    Russland wird neuer „Wettlauf zum Mond“ aufgedrängt – Roskosmos

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    Die russische Weltraumbehörde Roskosmos wird laut ihrem Sprecher Wladimir Ustimenko weiterhin den Mond entsprechend ihrem Programm erforschen. Allerdings wird sie nicht an dem „Wettlauf zum Mond“ teilnehmen, den ihr andere aufdrängen wollen.

     „Wir haben Mondprogramme und wir werden Mondprogramme haben, aber nicht mit der gleichen Begeisterung und dem Rhythmus, den uns andere Länder aufzuzwingen versuchen“, sagte Ustimenko am Donnerstag in Moskau.

    Roskosmos arbeitet zurzeit gemeinsam mit der Russischen Akademie der Wissenschaften an einer Langzeitstrategie für die Mondforschung bis zum Jahr 2040. Das Programm sollte eigentlich bis zum Ende Herbst 2019 fertiggestellt werden, aber bis jetzt wurde es noch nicht veröffentlicht. Der nächste Mondstart ist für 2021/22 geplant. Die russische Mondsonde „Luna-25“ soll gestartet werden, um die sanfte Landung zu verfeinern. Die Starts der Mondsonden „Luna-26“ und „Luna-27“ sind für die Jahre 2024 und 2025 entsprechend geplant.

    Zuvor sagte Dmitri Rogosin, Chef von Roskosmos, dass es Pläne gäbe, russische Kosmonauten im Jahr 2030 auf den Mond zu schicken. Dafür würden eine superschwere Rakete und ein neues bemanntes Raumschiff entwickelt werden.

    Zur gleichen Zeit planen die Vereinigten Staaten 2024 erneut Astronauten zum Mond zu schicken. Einen solchen Auftrag hatte der US-Präsident der Nasa gestellt. Die amerikanische Weltraumbehörde will außerdem zusammen mit ihren internationalen Partnern die mondnahe internationale Raumstation Gateway bauen. Auch Roskosmos wird an dem Bau teilnehmen.

    „Der Wettlauf zum Mond“

    Der „Wettlauf zum Mond“ war ein Wettlauf zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten in den sechziger bis siebziger Jahren. In dieser Zeit war die UdSSR ein Vorreiter in puncto Mondforschung dank verschiedener automatischer Geräte, während Washington sechs bemannte Mondlandungen durchführte. Somit waren die USA das erste und einzige Land, das eine bemannte Landung auf einem anderen Himmelskörper vollbracht hatte. Nach dem Ende der bemannten Missionen hörten die Vereinigten Staaten für rund zwei Jahrzehnte mit der Mondforschung auf, während die Sowjets immer noch die Mondrover einsetzten, um mehr über den Erdsatelliten zu erfahren.

    dg/gs

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    Tags:
    Mond, Weltraum, Roskosmos