18:08 10 Dezember 2019
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    Kriminaltechniker an der London Bridge nach dem Messerangriff

    Identität des Angreifers von London Bridge festgestellt – Polizei

    © AP Photo / Matt Dunham
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    Die britische Polizei hat die Identität des Messerstechers von London Bridge festgestellt. Der Täter saß schon früher im Gefängnis und wurde mit einer elektronischen Fußfessel freigelassen. Das entsprechende Statement veröffentlichte die Polizei am Samstag auf ihrer Webseite.

    „Wir sind nun offiziell in der Lage, den Angreifer zu identifizieren, und zwar handelt es sich um den 28-jährigen Usman Khan (10.03.1991), der in der Grafschaft Staffordshire gelebt hat“, erklärte Assistant Commissioner Neil Basu. In der Grafschaft gab es in der Nacht zum Samstag Durchsuchungen.

    Laut Basu war der Täter der Polizei bekannt, er war 2012 wegen Terrorismus verurteilt und erst 2018 auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden, musste aber trotzdem eine elektronische Fußfessel tragen. Nun untersucht die Polizei, wie es zu dem Messerangriff kommen konnte.

    Basu teilte mit, dass die Polizei im Zusammenhang mit dem Angriff zwar nicht aktiv nach jemand anderem suche, aber trotzdem „weitere Ermittlungen durchführe“, um sicherzustellen, dass keine weiteren Personen in diesen Angriff verwickelt waren und dass keine Bedrohung für die Öffentlichkeit besteht.

    Der Messerangriff

    Zuvor war es am Freitag auf der London Bridge zu einer Messerattacke gekommen. Basu bestätigte, dass bei dem Angriff zwei Menschen, ein Mann und eine Frau, ihr Leben verloren hatten. Drei weitere wurden verletzt und liegen im Krankenhaus.

    Der Täter wurde während des Angriffs von mutigen Passanten überwältigt und von der Polizei erschossen. Er trug eine Bombenattrappe am Körper. Die britische Polizei stufte den Angriff als Terroranschlag ein. Berichten zufolge war Khan am Freitag bei einer Veranstaltung zur Rehabilitation von Ex-Häftlingen in der Fishmongers’ Hall – einem denkmalgeschützten Gebäude, das direkt an die London Bridge grenzt. Dort habe sich der Angriff auch ereignet, sagte Basu.

    Nach Angaben der britischen Zeitung „The Guardian“ war Khan Teil einer Gruppe von neun Extremisten. Er wollte auf dem Grundstück seiner Familie in Kaschmir eine „terroristische Militärausbildungsstätte“ errichten. Außerdem war er in das Vorhaben verwickelt, unter anderem die Londoner Börse und das Haus des damaligen Londoner Bürgermeisters Boris Johnson mit Bomben zu sprengen. Bei seiner Verurteilung hieß es ursprünglich, dass Khan nie freigelassen werden dürfte, es sei denn, er stelle keine Bedrohung mehr dar, aber diese Bedingung wurde später fallengelassen.

    dg/sb

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    Attacke, England, London, Terrorismus