19:44 30 März 2020
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    Der US-Schauspieler und Oscar-Preisträger Leonardo DiCaprio hat die Vorwürfe des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro zurückgewiesen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützt zu haben, die im Amazonas-Regenwald Feuer gelegt haben sollen.

    DiCaprio teilte mit, er habe den von Bolsonaro angegriffenen Organisationen kein Geld gespendet.

    „In Krisenzeiten für den Amazonas drücke ich meine Unterstützung für jene Menschen aus, die versuchen, ihr natürliches und kulturelles Erbe zu bewahren (…). Auf dem Spiel steht die Zukunft dieser nicht zu ersetzenden Ökosysteme, und ich bin stolz, an der Seite jener Gruppen zu stehen, die sie schützen“, schrieb DiCaprio auf Instagram.

    „Auch, wenn sie es wert sind, unterstützt zu werden, haben wir diese Organisationen nicht finanziert.“

    Bolsonaros Vorwürfe gegen DiCaprio

    Am Freitag hatte Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro dem US-Schauspieler Leonardo DiCaprio vorgeworfen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterstützt zu haben, die Brände im Amazonas-Regenwald gelegt haben sollen. Bei seinen Anschuldigungen berief sich Bolsonaro offenbar auf Beiträge in den sozialen Medien.

    Demnach hätten NGOs freiwilligen Feuerwehrleuten Geld für dramatische Bilder von den Waldbränden bezahlt, um mehr Spendengelder einsammeln zu können, unter anderem von DiCaprio. Bolsonaro legte allerdings keine Belege dafür vor.

    Am Montag waren in der Region Pará vier freiwillige Feuerwehrleute aus verschiedenen NGOs festgenommen worden. Sie stünden unter Verdacht, Brände gelegt zu haben, um Spenden zu erhalten. Sie hätten versucht, Bilder von Waldbränden, bei denen sie im Einsatz gewesen sein sollen, an die Umweltschutzorganisation WWF zu verkaufen.

    Nach Polizeiangaben hatten mindestens drei NGOs – Brigada Alter do Chão, Aquíferos Alter do Chão und Projeto Saúde e Alegria – Brandstiftungen organisiert, um Gelder von verschiedenen Organisationen zu erhalten.

    DiCaprios Stiftung

    Im August hatten der US-Schauspieler und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio sowie weitere Philanthropen eine Stiftung für dringende Hilfe für die Wälder des Amazonasgebiets mit fünf Millionen US-Dollar (etwa 4,5 Millionen Euro) gegründet. Die Hilfsgelder sind dafür gedacht, die Folgen der Brände zu bekämpfen.

    Waldbrände im Amazonas

    Der Amazonas-Regenwald steht seit August in Flammen. Laut Satellitendaten des brasilianischen Weltrauminstituts Inpe war die Zahl der Waldbrände im September 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 80 Prozent gestiegen. Die Brände im Amazonas-Regenwald, der als „grüne Lunge des Planeten“ gilt, lösten international besorgte Reaktionen aus.

    ns/sb/sna

     

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    Tags:
    NGOs, Vorwürfe, Waldbrände, Amazonasgebiet, Leonardo DiCaprio, Jair Bolsonaro, Brasilien, USA