14:18 14 Dezember 2019
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    Smog in Teheran

    Schulen und Unis im Iran wegen Smog geschlossen

    © AFP 2019 / ATTA KENARE
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    Wegen hoher Luftverschmutzung sind am Samstag in der Millionenmetropole Teheran und anderen Großstädten des Irans Kindergärten, Schulen und Universitäten geschlossen geblieben.

    Zusätzliche Notmaßnahmen galten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA für die Hauptstadt Teheran, über der seit Tagen eine dichte Smogwolke hängt. Im Iran beginnt die Arbeitswoche am Samstag. In Teheran musste der Verkehr stark eingeschränkt werden. Auch geplante Sportveranstaltungen seien gestrichen worden.

    Das Gesundheitsministerium forderte Kinder und ältere Menschen dringend dazu auf, zuhause zu bleiben. Die Luftverschmutzung im Iran lag in den vergangenen Tagen weit über den internationalen Grenzwerten.

    Am Samstag war es so schlimm, dass laut Augenzeugen sogar aus kurzer Entfernung der Fernsehturm Milad in Teheran nur schwer zu sehen war. Viele in der Hauptstadt klagten über heftige Kopfschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden. 

    Für Sonntag war Regen angekündigt – laut der Nachrichtenagentur ISNA hoffte das Meteorologische Institut, dass die Regenfälle zumindest kurzfristig zu einer Verbesserung der Lage führen könnten.

    Luftverschmutzung im Iran

    Die Luftverschmutzung stellt im Iran seit Jahren ein großes Problem dar. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sterben jährlich fast 30.000 Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. Immer wieder mussten Kindergärten und Schulen in Großstädten tagelang geschlossen bleiben.

    Ursache des Smogs sind die Millionen Autos in den Städten, besonders in Teheran, sowie der Ausstoß von Raffinerien und Kraftwerken. Aus Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln haben viele Teheraner keine Alternative zum eigenen Auto. Hinzu kommt, dass beim Benzin die Preise – ungefähr 25 Cent pro Liter – und auch die Qualität niedrig sind. Seit zwei Jahr dürfen die Autos in der Hauptstadt nur noch jeden zweiten Tag auf die Straßen.

    ns/sb/dpa   

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    Tags:
    Luftverschmutzung, Universität, Schulen, Smog, ISNA, IRNA, Iran