11:12 19 Januar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    131028
    Abonnieren

    In Japan haben Brillen-Verbote für Frauen am Arbeitsplatz eine Welle der Kritik ausgelöst. Nun will eine Gruppe von Aktivistinnen die Regierung in einer Petition auffordern, frauenfeindliche Vorschriften zu Kleidung und Aussehen weiblicher Mitarbeiter in einem geplanten Gesetz gegen Belästigung am Arbeitsplatz zu benennen.

    Unternehmen in verschiedenen Branchen verbieten weiblichen Mitarbeitern zum Beispiel an der Firmenrezeption das Tragen von Brillen. Empfangsdamen seien nun mal das „Gesicht der Firma“, da störe eine Brille. Manche Kosmetikfirma argumentiere zudem, Brillen bei Verkäuferinnen verdeckten das eigene Produkt.

    Hinter der Petition steht eine Gruppe von Frauen unter Führung der Schauspielerin und Autorin Yumi Ishikawa, die zuvor schon eine Initiative gegen das verpflichtende Tragen von hochhackigen Schuhen für Frauen am Arbeitsplatz gestartet hatte. Unter dem Hashtag «#KuToo» - einer Anspielung auf die japanischen Worte für Schuhe (kutsu) und Schmerz (kutsuu) - werden seither entsprechende Regeln in Firmen kritisiert. Das berichtet die japanische Tageszeitung „Tokyo Shimbun“.

    Die Regierung wolle aber das Problem nicht anerkennen - in den geplanten Richtlinien zu Belästigung am Arbeitsplatz stehe nichts Konkretes, wird Ishikawa zitiert.

    om/ip/dpa

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ton wird immer rauer: Putin will Geschichts-Verzerrern das „Schandmaul schließen“
    Berliner Libyen-Konferenz: Kurden wettern gegen Erdogan
    CSU-Veteran Stoiber verteidigt Nato-Manöver und will besseres EU-Russland-Verhältnis – Exklusiv
    Tags:
    Proteste, Verbot, Brille, Frauen, Japan