07:21 07 April 2020
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    Regelmäßiges Zähneputzen beugt nicht nur Karies oder Parodontitis vor - es könnte auch das Herz schützen. Das legt zumindest eine südkoreanische Studie nahe, deren Ergebnisse im Fachblatt „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlicht wurden.

    Demnach haben Menschen, die sich mindestens dreimal am Tag die Zähne putzen, ein geringeres Risiko für Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienzen.

    Wird die Zahnreinigung vernachlässigt, können zahlreiche Bakterien, die sich im Mund befinden, Entzündungen auslösen, die zunächst Zähne und Zahnfleisch betreffen und dann über Nervenbahnen und Blutgefäße in den Körper wandern.

    Ein Forscherteam von der Ewha-Frauenuniversität hat eine Langzeitstudie durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen der unzureichenden Mundhygiene und den Risiken für Herzkrankheiten offenbarte.

    Das Team nutzte für die Analyse die Datenbank des Nationalen Gesundheitsversicherungssystems und wählte daraus 161 286 Teilnehmer zwischen 40 und 79 Jahren aus, deren medizinische Vorgeschichte keine Herzprobleme aufwies. Etwa ein Jahrzehnt später wurde die Untersuchung wiederholt. Zu dem Zeitpunkt hatten 4911 Teilnehmer (drei Prozent) ein Vorhofflimmern - also eine Herzrhythmusstörung - und 7971 (4,9 Prozent) eine Herzinsuffizienz entwickelt.

    Auffällig dabei war, dass jene Teilnehmer, die sich dreimal oder öfter am Tag die Zähne putzten, ein um zehn Prozent geringeres Risiko für Vorhofflimmern und ein um zwölf Prozent geringeres Risiko für Herzinsuffizienz hatten als jene mit einer schlechteren Mundhygiene.

    Die Untersuchung beantwortet allerdings nicht, wie die Wirkung zustande kommt. Die Forscher vermuten, dass regelmäßiges Zähneputzen Bakterien in den schwer erreichbaren Taschen zwischen Zahnfleisch und Zähnen reduziert - und damit verhindert, dass diese in den Blutkreislauf gelangen.

    ls/dpa/ip

     

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    Tags:
    Agentur DPA, Südkorea