08:27 27 Januar 2020
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    Island wird ab dem 1. Januar 2020 ein Verbot für Schiffe in seinen Hoheitsgewässern verhängen, die mit Schweröl betrieben werden, berichtete der Nachrichtensender Euronews.

    Noch in dieser Woche solle eine entsprechende Verordnung von Umweltminister Guðmundur Ingi Guðbrandsson verabschiedet werden. Island sei damit das erste Land, das ein Verbot von dieser Reichweite verhänge.

    Eine Ausnahme werde es für Schiffe geben, die Reinigungsanlagen zur Reduzierung der Schwefeldioxidfreisetzung haben und deren Schwefelgehalt unter 0,1 Prozent liege. Aktuell liege der Grenzwert bei 3,5 Prozent.

    „Natürlich können Schiffe Öl verwenden, bis es andere Energieformen gibt, die hoffentlich bald entwickelt werden“, sagt Guðbrandsson. „Aber Schweröl ist die schmutzigste Form von Öl, die heute verwendet wird, und deshalb ist es äußerst wichtig, es aus unseren Systemen zu verbannen.“

    Schweröl sei umweltschädlicher als andere Treibstoffe, denn bei seiner Verbrennung werde viel Ruß in die Atmosphäre abgegeben. Rußpartikel stellen nicht nur für die menschliche Gesundheit eine Gefahr dar, sondern auch für Gletscher. Ähnliche Verbote wurden schon früher in den norwegischen Fjorden eingeführt.

    aa/sb

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    Tags:
    Gletscher, Reduzierung, Hoheitsgewässer, Schiffe, Verbot, Erdöl, Island