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    Die Türkei hat eigenen Angaben zufolge in rund drei Wochen 59 Menschen mit mutmaßlichen Terrorverbindungen in ihre Heimatländer abgeschoben. Unter diesen seien 26 amerikanische sowie europäische Staatsbürger, erklärte der Sprecher des Innenministeriums, Ismail Catakli, am Mittwoch in Ankara.

    Er nannte die Menschen „ausländische Terroristenkämpfer”, ohne nähere Angaben zu den Vorwürfen zu machen. Türkische Behörden haben bereits in den vergangenen Wochen mehrere Menschen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat”* (IS) auch nach Deutschland abgeschoben.

    Die Angaben der Türkei soll man aber mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen, weil auch die Anzahl der Minderjährigen, die in Begleitung ihrer Familie abgeschoben werden, offensichtlich mit in die Statistik einfließt. Eine mutmaßliche IS-Unterstützerin war erst am Dienstagabend mit einem Flug aus der Türkei in Frankfurt angekommen.

    Insgesamt sollen am Vortag fünf deutsche „ausländische Terroristenkämpfer” abgeschoben worden sein.

    Catakli kündigte an, dass zwölf weitere mutmaßliche Terroristen bald abgeschoben würden, ihre Nationalität nannte er nicht.

    „Dieser Prozess wird entschlossen fortgesetzt, jeder wird in sein Land zurückkehren”, betonte Catakli. Die Türkei sei weder ein Freiluftgefängnis noch ein Hotel, sagte er weiter. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte im November damit gedroht, vermehrt mutmaßliche Anhänger des IS nach Europa zu schicken.

    *Terrororganisation, in Russland verboten

    jeg/mt/dpa

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    Tags:
    Terrorismus, Islamischer Staat, Abschiebung, Türkei