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    Dänemark plant nicht, die in der Nähe der dänischen Insel Bornholm versenkten chemischen Waffenvorräte zu neutralisieren. Dies sagte der skandinavische Botschafter in Russland, Carsten Sendergord, in einem Interview mit RIA Nowosti.

    Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurden in der Ostsee etwa 50.000 Tonnen Chemiemunition versenkt. Das größte Arsenal wurde dabei in der Nähe der Inseln Gotland und Bornholm auf den Meeresgrund geschickt.

    „Dieses Problem ist fast 75 Jahre alt. Wir wissen, wo diese Vorräte liegen, und versuchen, sie auf jede Weise zu meiden. Sie zerfallen langsam und werden weniger gefährlich. Übrigens war dies eines der Probleme bei der Verlegung der Gaspipeline (Nord Stream-2 – Anm. d. R.), es musste sichergestellt werden, dass sie dieses Gebiet nicht durchquert“, sagte Sendergord.

    Auf die Frage, ob Dänemark beabsichtige, die Vorräte an chemischen Waffen in Bornholm zu neutralisieren, antwortete der Botschafter: „Nein. Ich denke, dass die Politik, die wir in Bezug auf dieses Thema seit 75 Jahren verfolgen, fortgesetzt wird.“

    Kopenhagen glaubt, dass der beste Weg zur Lösung dieses Problem darin bestehe, dass sich die Lagerbestände an chemischen Waffen zersetzen.

    aa/mt/sna

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    Tags:
    Neutralisierung, Chemiewaffen, Ostsee, Insel Bornholm, Dänemark