01:45 20 Januar 2020
SNA Radio
    Panorama
    Zum Kurzlink
    3316
    Abonnieren

    Nachrichtenüberblick: Strengere Maßnahmen für Klimaschutz; Generalstreik in Frankreich; SPD will wieder auf 30 Prozent; Schüsse auf Militärstützpunkt in Pearl Harbor; Masernausbruch in Samoa

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Strengere Maßnahmen für Klimaschutz

    Das Umweltbundesamt rät nach einem Medienbericht zu drastischen Schritten, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, alle Privilegien etwa für Dienstwagen und Dieselkraftstoffe müssten wegfallen, ebenso die Pendlerpauschale. Als Quelle gibt das Blatt eine interne Studie aus der Behörde an. Demnach würde die Steuer auf den bislang geförderten Dieselkraftstoff bis 2030 um gut 70 Cent steigen. Auch die Lkw-Maut müsste deutlich erhöht werden. Für Autobahnen wäre ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde notwendig. Das Papier war laut Zeitung bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete, es wurde aber nie veröffentlicht.

    Generalstreik in Frankreich

    Frankreich rüstet sich mit einem riesigen Sicherheitsaufgebot für einen Streik, der das gesamte Land lahmlegen könnte. Allein in Paris sind heute 6000 Polizisten im Einsatz. Zu dem Generalstreik gegen die Rentenform haben Gewerkschaften aufgerufen. Züge, Metro, Bus - alles soll weitestgehend stillstehen. Auch an Schulen, im öffentlichen Dienst und in Krankenhäusern soll die Arbeit niedergelegt werden. Die Behörden rechnen bei Demonstrationen wieder mit heftigen Ausschreitungen. In ganz Frankreich sind nach Angaben von Innenminister Castaner 245 Demonstrationen angemeldet.

    SPD will wieder auf 30 Prozent

    Die angehenden SPD-Chefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken trauen sich zu, die Umfragewerte ihrer Partei innerhalb eines Jahres zu verdoppeln. Bis Ende 2020 wollten sie wieder Zustimmungswerte von 30 Prozent und vielleicht mehr erreichen, sagte Esken der SPD-Zeitung „Vorwärts“. Derzeit kommt die SPD in Umfragen auf rund 15 Prozent. Gelingen soll das laut Walter-Borjans, indem wichtige sozialdemokratische Projekte auch über den Koalitionsvertrag hinaus umgesetzt würden.

    Schüsse auf Militärstützpunkt in Pearl Harbor

    Ein Angehöriger der US-Marine hat auf dem Militärstützpunkt Pearl Harbor-Hickam auf Hawaii auf Zivilangestellte geschossen und zwei von ihnen getötet. Anschließend erschoss sich der Matrose, teilte Konteradmiral Robert Chadwick mit. Eine weitere Person sei verletzt und in stabilem Zustand, hieß es. Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe eines Trockendocks auf dem weitläufigen Stützpunkt. Über die Hintergründe lagen keine Angaben vor. Der Vorfall werde von der Navy untersucht.

    Masernausbruch in Samoa

    Wegen eines Masernausbruchs mit bislang 62 Toten hat der polynesische Inselstaat Samoa eine umfassende zweitägige Impfaktion gestartet. Teams aus Ärzten und Krankenpflegern seien unterwegs, um Bewohner entlegener Gebiete zu impfen, teilte das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Apia mit. Während des Zeitraums sollen die meisten öffentlichen Dienste, Geschäfte und Straßen geschlossen bleiben. Seit November wurden mehr als 4200 Masernfälle gemeldet, davon 165 allein seit Mittwoch. Das kleine Land mit seinen rund 200 000 Einwohnern hatte Mitte November den Notstand ausgerufen und Schulen und Universitäten geschlossen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Wo ist Putin?“: Russischer Präsident bei Fotozeremonie der Libyen-Konferenz „verloren gegangen“
    Wie „polnische Heimatarmee“ Ukrainer und Juden mordete – Neue historische Dokumente veröffentlicht
    Polen beansprucht in Russland befindliche Kunstwerke – Museumschefin gibt Antwort
    Ton wird immer rauer: Putin will Geschichts-Verzerrern das „Schandmaul schließen“